Baby trinkt zu wenig: Trinkschwäche bei Säuglingen!

Dein Baby trinkt zu wenig?

Dein Baby trinkt zu wenig?
Dein Baby trinkt zu wenig?/ Foto: FamVeld Shutterstock.com

Eltern haben oft Angst, dass das Baby nicht genug trinkt. Das liegt auch daran, dass man es nicht genau kontrollieren kann und vor allem beim Stillen kaum sieht, wieviel Milch das Baby wirklich saugt. Trinkt ein Säugling nicht genug, muss während des Stillens oft Pausen machen! trinkt das Kind nur wenig, aber dafür häufig, kann dies vielfältige Ursachen haben, von denen die meisten harmlos sind, einige aber ärztlich abgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden müssen. Besonders Früh- und Risikogeborene haben ein erhöhtes Risiko, an einer Trinkschwäche zu leiden! Die tritt aber auch ab und zu bei Normalgeborenen auf. Je nachdem, ob Sie stillen oder mit der Flasche füttern, kommen einige Gründe in Betracht, die Sie leicht selbst überprüfen können. 

Entspannt trinkt das Baby besser!

Dein Baby braucht beim Trinken eine ruhige und entspannte Atmosphäre; auch wenn Sie angespannt sind, merkt Dein Baby das. Ist Dein Kind sehr sensibel, ist es vielleicht schon verwirrt, wenn Du einmal im Wohnzimmer stillst, dann in der Küche und auf dem Stillsessel im Schlafzimmer. Auch wenn sich kein richtiger Schlaf-/Wachrhythmus einstellt, kann daraus ein Trinkproblem resultieren. Durch den Schlafmangel wird das Baby unruhig und verweigert eventuell die angebotene Nahrung. Nun entwickelt sich ein Teufelskreis, denn wer schläft schon gerne mit knurrendem Magen ein?

Wieviel Milch braucht mein Baby?

Eventuell nimmt Dein Baby auch genug Nahrung über Flasche oder Brust zu sich, nur Du hast andere Vorstellungen von einer bedarfsgerechten Menge. Je nach Entwicklungsphase braucht der Säugling mal mehr, dann aber auch wieder weniger Nahrung, um sich alters entsprechend zu entwickeln. Vielleicht leidet Das Baby auch an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit und teilt Dir das über diesen Weg mit. Das Baby spürt sozusagen schon beim Trinken, dass die aufgenommene Nahrung bald zu Problemen in Bauch und Darm führen wird. Beobachtest Du zusätzlich zu einer Trinkschwäche starke Blähungen, Durchfälle und mangelnde Gewichtszunahme, kann eine Laktose-Intoleranz vorliegen. Eine Umstellung auf Soja-Nahrung, in Absprache mit Ihrem Arzt, bringt in diesem Fall Linderung der Beschwerden.

Klären sie es mit dem Arzt ab!

Stellst Du bei Deinem Kind während des Trinken eine Blaufärbung der Lippen fest, muss es häufig absetzen, um Luft zu holen, und ist auch sonst eher schwächlich, liegt der Grund eventuell in einer Unterentwicklung der Lungen oder einer Herzerkrankung. Damit Körper, Organe und Gehirn ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, müssen die Lungen kräftig arbeiten. Während des Trinkvorganges ist dies nur eingeschränkt möglich. Auch Herzklappenfehler oder Löcher in der Scheidewand des Herzens führen dazu, dass sauerstoffarmes Blut in den Körperkreislauf gepumpt wird. Über Umwege wird nun auch die Lunge in Mitleidenschaft gezogen.

Beschwerden in der Speiseröhre oder im Magen können Dein Baby daran hindern, ausreichend zu trinken. Bei einer Achalasie, der Verengung des unteren Bereiches der Speiseröhre, kann es nicht richtig schlucken. Stunden nach der Fütterung kommt es dann zusätzlich zum Erbrechen unverdauter Milch. Ist der Muskel, der den Mageneingang verschließt, zu schwach oder nicht richtig ausgebildet, kommt es zum Reflux – das Baby hat Sodbrennen. Dies kennen Sie sicherlich aus eigener Erfahrung: Bei Sodbrennen zu essen, ist alles andere als angenehm. Neben den genannten Krankheiten gibt es zahlreiche weitere Ursachen für Probleme beim Trinken. Trinkt Dein Baby auch nach Veränderungen der äußeren Umstände und Beratung durch Hebamme oder Stillberaterin nicht ausreichend, stellen Sie es Ihrem Arzt vor. Wenn das Baby wenig trinkt, legen sie es ruhig öfter an die Brust, als vorher.