Freitag, 7 Oktober, 2022

Lebewohl Windel – Ab wann aufs Töpfchen?

Wann ist der richtige Zeitpunkt, auf das Töpfchen zu gehen?

Wann ist der richtige Moment und wann das passende Alter um mit dem Töpfchentraining zu beginnen? Das ist eine Frage, die sich alle Eltern früher oder später stellen werden. Der Druck der Gesellschaft, das Wohl des Kindes und das eigene Interesse an der persönlichen Entwicklung ihres Schützlings spielen eine große Rolle bei der Frage nach dem geeigneten Zeitpunkt für das Trockenwerden. Spätestens wenn alle Kinder in der Nachbarschaft bereits die Windel los geworden sind, der Kindergarten oder sogar der Schulstart kurz bevor steht, sind zahlreiche Eltern verzweifelt und der Druck auf ihren Schultern wächst. Wie und wann wird mein Kind trocken? Und worauf sollte ich achten? Beim Kauf von Töpfchen lohnt sich vorher ein Preisvergleich. Preise für ein Töpfchen liegen bei  3 – 130 Euro.

Allgemeines

Generell kann man nie genau und im voraus wissen, ab wann ein Kind bereit ist, die Windel abzulegen. Manche Kinder werden von sich aus mit zwei Jahren trocken, andere Kinder brauchen mit 4 oder 5 noch eine Windel. Es ist ein wichtiger und langer Prozess, den eigenen Körper und seine Signale zu verstehen. Das Kind muss erstmal ein Gespür entwickeln für eine volle Blase oder einen gefüllten Mastdarm. Die Nervenbahnen zwischen Blase bzw. Darm und Gehirn müssen trainiert werden und müssen in der Lage sein ‘Pipi’ & ‘Kaka’ überhaupt übermitteln zu können. Das ist sehr individuell und von verschiedenen Faktoren abhängig. Leistungsdruck ist hier jedenfalls fehl am Platz und verlangsamt den Prozess in der Regel zusätzlich. Aussagen wie ‘Der Jan von gegenüber ist doch auch schon trocken und der ist erst 3 und du schon 4’ sollten strikt vermieden werden. Lieber sollte man an der natürlicher Neugierde der Kinder anknüpfen, ihnen Wissen und Praxis vermitteln und ihre Entwicklung fördern. So kann man das Kind mit in das Badezimmer nehmen, während man sein eigenes Geschäft verrichtet oder einfach die Klotür offen lassen. Unsere Kinder wollen uns schließlich alles nachahmen, dass kann man sich zum Vorteil machen.

Sanfter Übergang

Die meisten Experten sind sich einig: Vor dem 18. Monat macht die Windelentwöhnung wenig Sinn. Die Nervenbahnen seien noch nicht voll ausgebildet. Dein Kind sollte zudem Interesse am Inhalt seiner Windel und am ‘stillen Örtchen’ haben. Beobachten und ein Gespür für die Bedürfnisse des Nachwuchses zu entwickeln ist hierbei besonders wichtig. Kinder signalisieren durch Gesichtsausdrücke oder unruhiges Hin und Her zappeln, dass sie aufs Klo müssen. Es liegt also auch an uns Eltern unsere Liebsten gut kennen zu lernen, um sie optimal unterstützen zu können. Niederlagen sollten nicht zu Streit oder Frustration führen. Aller Anfang ist schwer und jedes Kind hat seinen eigenen Zeitplan, der unseren nicht immer entsprechen muss. Sauber und trocken werden ist nicht so leicht, wie wir es uns vorstellen mögen. Es ist ein Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und kognitiver Reife, welches erst geübt werden muss.

Windelfrei trocken werden?

Bei der Methode ‘Windelfrei’ geht es grundsätzlich nicht darum früh trocken zu werden, sondern eher um die Kommunikation mit dem Säugling. Das Neugeborene zu verstehen und seine Körpersprache zu deuten ist hier das Geheimnis. Einige Babys werden dann unruhig, meckern rum oder geben spezielle Töne von sich, wenn sie Pipi müssen. Früher gehörten Windeln nicht zur Grundausstattung eines Babys. Die Kinder waren mit ungefähr einem Jahr recht früh trocken und sauber.

Fazit

Trocken werden stellt für viele Eltern eine spannende und aufregende Zeit dar. Geduld und viel Ausdauer ist hier von großer Bedeutung. Druck sollte vermieden werden, genau wie Strafen für ein Missgeschick. Lerne dein Kind gut kennen, verbringe viel Zeit mit ihm/ihr und versuche seine Bedürfnisse zu ergründen. Mit Liebe und Verständnis schafft man alles früher oder später.

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