Wie sorgt man bei Kindern für Badespaß?

So gelingt Waschen ohne Tränen

Badespaß für das Kind
Badespaß für das Kind / Foto: Oksana Kuzmina Shutterstock.com

Es gibt Kinder, die können von Wasser und Planschen gar nicht genug bekommen. Andere dagegen sind extrem wasserscheu und fangen sofort an zu weinen, wenn sie die mit Wasser gefüllte Badewanne sehen. Beides ist jedoch völlig normal, und welches Verhalten das Kleine zeigt, hängt einfach von der Persönlichkeit des Kindes ab. In der Regel legt sich die Angst irgendwann. Eltern, die nicht solange warten wollen, sollten die unten stehenden Tipps befolgen, damit die Zeit im Badezimmer vom Stressfaktor zur spielerischen Routine wird.

Das Bad als kinderfreundliche Zone

Zunächst sollte das Bad natürlich ein kindgerechter Raum sein. Das heißt auch, dass alle offensichtlichen und versteckten Gefahren aus dem Weg geräumt werden müssen. Kleine Treppenstufen und Hocker sorgen dafür, dass das Kinder sicher alles Notwendige erreicht. Auch bei der Auswahl der Bad-Deko sollte man die Kleinsten im Hinterkopf behalten. Ist das Kind alt genug, kann es zum Beispiel dabei helfen, lustige Fliesenaufkleber in Form von Fischen, Delfinen und Seesternen an der Wand anzubringen. Diese lassen sich meistens ohne Rückstände wieder entfernen. Bunte Handtücher und Badematten sorgen für noch mehr Farbe und Verspieltheit im Badezimmer.

Spielzeug darf mit in die Badewanne

Der gezielte Einsatz von Spielzeug ist ein guter Weg, Kinder an das regelmäßige Baden oder Waschen zu gewöhnen. So kann man dem Kind zum Beispiel ein Entchen oder ein wasserfestes Püppchen schenken, das im Bad immer mit dabei ist und mitgewaschen wird. Der Waschvorgang wird erst am Spielzeug demonstriert, was die Bereitwilligkeit bei den Kleinsten erhöht. Auch gibt es jede Menge Kinderbücher und Cartoons, die das Baden als eine harmlose und spaßige Angelegenheit darstellen. Lustige Badelieder sorgen übrigens dafür, dass das Kind seine Erlebnisse im Badezimmer mit positiven Gefühlen in Verbindung bringt.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Für viel Tränen sorgt meist das Haarewaschen. Das ist auch gar nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie stark das falsche Shampoo in den Augen brennen kann. Deshalb sollte man für sein Kind ein sehr mildes und unparfümiertes Baby-Shampoo verwenden. Die Haare müssen außerdem nicht jedes Mal mitgewaschen werden. Hat das Kind noch kaum Haare, reicht lauwarmes Wasser zur Körperpflege vollkommen aus. Denn übermäßiges Waschen entzieht der Kopfhaut wichtige Fette und kann zu Trockenheit und Schuppenflechten führen.

Um dem Kind die Angst zu nehmen, kann sich das jeweilige Elternteil zur gleichen Zeit die eigenen Haare waschen und mit gutem Beispiel vorangehen. Da Kinder von Natur aus „die Großen“ nachahmen wollen, ist dieser Trick meist sehr effektiv.

Spa-Behandlungen für das Baby

Manchmal sind das Weinen und Schreien beim Baden einfach nicht zu umgehen. Dann heißt es, Ruhe bewahren und nicht sauer werden. Kinder sind wahre Experten darin, die Stimmung Erwachsener zu erkennen und spiegeln diese dann in ihrem eigenen Verhalten wider. Das heißt, dass Eltern und Kind immer gereizter werden und nach der Prozedur vollkommen erschöpft sind. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, das Waschen mit ruhiger Hand über die Bühne zu bringen. Danach kann das gestresste Kind behutsam abgetrocknet werden. Beruhigend wirken sanfte Berührungen oder Massagen mit milden Pflanzenölen wie zum Beispiel hochwertigem Mandelöl. So endet das Badezimmererlebnis für Groß und Klein mit einem positiven Ausklang.