Zahnen
Das Zahnen wird oft von typischen Symptomen begleitet, die die Eltern mehr oder weniger heftig zu spüren bekommen. Auch Infekte sind in dieser Zeit keine Seltenheit. Der Durchbruch des ersten Zahnes (meist einer der Schneidezähne unten) ist oft von starken "Sabbern"  (vermehrter Speichelfluß) begleitet. Wobei es trotz erhöhten Speichelfluß noch Monate dauern kann, bis der erste Zahn kommt.

Die Babys beißen in der Zahnungsphase gerne auf harte Gegenstände und stecken ihre Finger in den Mund. Das Zahnfleisch am durchbrechenden Zahn ist geschwollen und gerötet. Das Kind ist in den meisten Fällen häufiger quengelig, hat weniger Appetit und eventuell eine regere Verdauung. Selten hat das Kind Durchfall und Fieber und man ist oft versucht, solche Symptome auf das Zahnen zu schieben. Das Kind ist jetzt auch besonders anfällig für Infekte.
 
Wie könnt Ihr Eurem Kind helfen?
Manchmal hilft ein Beißring, vor allem bei sehr jungen Babys. Wassergefüllte Beißringe nie im Gefrierfach kühlen, es besteht die Gefahr von Frostbeulen. Statt Beißring kann man auch bei älteren Babys Brotkanten, Karotten oder Apfelstücke verwenden. Jedoch sollte das Kind damit nicht allein gelassen werden, für den Fall daß es sich verschluckt. Bei Apfelstücken oder Karotten sollten schon oben und unten Zähne vorhanden sein, außerdem sollte das Kind kauen können. Denn das Baby kann diese harten Stücke nicht am Gaumen zerdrücken und es besteht die Gefahr, daß es Stückchen beim Verschlucken einatmet.

Oft hilft es auch, wenn man die Zahnleiste mit den Fingern massiert. Das nimmt dem Kind das Jucken und es fühlt Ihre Zuwendung, die es jetzt ganz besonders notwendig hat. Zum Massieren gibt es auch spezielle Fingerlinge, Fingerhüte aus Silikon mit Noppen daran. Diese Fingerlinge kann man dann auch für die erste Zahnpflege verwenden.

In Apotheken und Drogerien erhält man rezeptfrei schmerzlindernde Salben oder Gels, mit der man die betreffende Stelle einreiben kann. Es gibt auch Tropfen, die man auf die Zahnleiste reibt. Sie sind aber unpraktisch, da sie nicht am Zahnfleisch haften.

Wenn alles nichts hilft und das Kind nicht schlafen kann, kann man ihm ein Zäpfchen geben. Hier gibt es auch homöopathische Mittel.

Schmerzt das Saugen, solltet Ihr versuchen, dem Kind seine Getränke aus einem Becher zu geben.

Durch kalten Wind werden die Schmerzen verstärkt. Deshalb sollte man Zugluft vermeiden und im Winter einen Schal um Hals und Kinn spendieren.


Zahnpflege
Was ist zu beachten?
Zur Zahnpflege sollte man beachten, daß man die Kinder nicht an ihren Flaschen mit Milch, Tee oder Saft dauernuckeln läßt, da dadurch Karies entstehen kann. Zur Vorbeugung von Karies empfehlen viele Kinderärzte die Gabe von Flourid.

Schon mit dem Erscheinen der ersten Zähne muß auch die Pflege beginnen!

Eigentlich sollte man die Zähne von Anfang an mit einem nassen Wattestäbchen reinigen. Das geht aber nur, wenn das Kind mitmacht. Später kann man den Kindern eine Babyzahnbürste geben, damit sie sich daran gewöhnen. Wenn Ihr Euer Kind zuschauen lasst, wenn Ihr Eure Zähne putzt, ahmt es Euch vielleicht sogar nach. Richtig mit Zahnbürste braucht man erst putzen, wenn die Backenzähne da sind. Von Anfang an kann man die Zähne auch mit einem Fingerling reinigen, dies ist ein Fingerhut aus Silikon mit Noppen dran. Bei der Verwendung von Zahnpasta sollte man darauf achten, daß sie nicht gesüßt ist.

Auf jeden Fall sollte man mit der Zahnpflege bereits bei den Milchzähnen beginnen. Denn sie schaffen Platz für die zweiten Zähne, damit diese wachsen können. Außerdem kann Karies bei den Milchzähnen den Knochen angreifen, so daß für die zweiten Zähne nicht genügend Halt vorhanden ist. Sobald das Milchgebiß vollständig ist, sollte man 1-2 mal im Jahr zum Zahnarzt.


Die Zähne
Bis zum ersten Geburtstag haben die meisten Kinder alle 8 Schneidezähne, dann kommen die Backenzähne. Die Reihenfolge, in der die Zähne durchbrechen, ist bei vielen Kinder gleich. Zuerst kommen die mittleren unteren Schneidezähne. Als nächstes sieht man die mittleren oberen Schneidezähne, denen dann die äußeren, oberen Schneidezähne folgen. Zu guter Letzt kommen die äußeren unteren Schneidezähne.

Im zweiten Jahr plagen sich die meisten Kinder mit den Backenzähnen. Zuerst die oberen vorderen dann die unteren Backenzähne, es folgen die Eckzähne oben, danach die unteren. Zuletzt brechen die hinteren unteren und dann die oberen Backenzähne durch. Danach hat Euer Kind alle 20 Milchzähne.

Wann die Zähne kommen ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Statistisch gesehen, scheinen die meisten Kinder ab sechs Monaten zu {rdlc id=88}. Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, daß ein Baby bereits mit drei Monaten oder früher einen Zahn hat.


Weitere, sehr wertvolle Tipps und Informationen von Zahnärzten zum Thema 'Kinderzahnheilkunde' findet Ihr unter www.dentomania.de/kids/kidindex.htm.