Bei Babys und Kleinkindern kann eine Erkrankung mit Durchfall besonders unangenehm sein. Die Kleinen haben noch nicht genug Reserven, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und können daher schnell schwach und apathisch werden. Auch wenn Eltern da schnell und zurecht alarmiert sind – es müssen nicht gleich die Rotaviren sein. Durchfall kann auf viele Ursachen zurückgeführt werden und Eltern tun gut daran, nicht gleich in Panik auszubrechen.

Für Flüssigkeitszufuhr sorgen
Wird der Durchfall festgestellt, sollte man möglichst für eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr sorgen. Bei Säuglingen, die noch gestillt werden, bedeutet das, das Baby öfter mal anzulegen. Ältere oder nicht gestillte Kinder erhalten am besten Tee ohne Zuckerzusatz oder verdünnte Saftschorlen. Hat das Kind zusätzlich noch Erbrechen und/oder Fieber, führt in jedem Fall kein Weg am Kinderarzt vorbei. Dieser verschreibt in der Regel die sogenannte Elektrolytlösung, die in Pulverform erhältlich ist. In abgekochtem, aber schon kaltem Wasser aufgelöst, wird die Elektrolytlösung dann am besten ins Fläschchen gemischt und so verabreicht. Seine gewohnte Brei- oder Milchnahrung erhält das Baby natürlich weiterhin.

Symptome erkennen
Durchfall erkennen Eltern schnell am Windelinhalt, dennoch können auch weitere Symptome hilfreich sein, um den Zustand festzustellen und die richtigen Schritte einzuleiten. Die gefürchteten Rotaviren sind tatsächlich der weltweit häufigste Erreger von Durchfallerkrankungen. Grundsätzlich empfehlen verschiedene Gesundheitsorganisationen die Impfung im Babyalter. Die Rotaviren scheidet das Kind innerhalb von ca. 14 Tagen über den Stuhl aus. Wichtig ist es zu wissen, dass die Viren über die Schmierinfektion übertragen werden. Umso wichtiger ist das regelmäßige Händewaschen bei Kindern und Erwachsenen. Mehr zu den möglichen Durchfall-Symptomen, deren Ursachen und Behandlung findet man z. B. auf www.netdoktor.de/symptome/durchfall/.

Vorbeugende Maßnahmen
Um einer Magen-Darm-Infektion vorzubeugen, können Eltern einiges für ihren Nachwuchs tun. Da die Keime von Mensch zu Mensch übertragen werden, hilft in vielen Fällen eine gute Hygiene. So sollte man Milchreste nie aufwärmen und nochmals dem Baby anbieten und alle Fläschchen in den ersten sechs Lebensmonaten mit Wasserdampf sterilisieren. Das geht einfach im Wasserbad auf dem Herd oder mit einem entsprechenden Gerät (gibt es auch für die Mikrowelle). Auch unterwegs sollte man dem Baby möglichst kein Leistungswasser geben, hierzu kann abgekochtes Wasser in einer sauberen Thermoskanne mitgenommen werden. Gerade bei älteren Geschwistern besteht oft eine Ansteckungsgefahr, wenn die Großen Keime aus dem Kindergarten anschleppen. Ist ein älteres Kind oder ein Erwachsener krank geworden, sollte man lieber auf körperlichen Kontakt verzichten und das Schmusen auf später verlegen. Ist man selbst krank und muss das Baby allein versorgen, sollte man vor dem Windelwechsel oder Essengeben gründlich Händewaschen.