Im Idealfall badet euer Baby gerne. Das warme Wasser erinnert an die Zeit in der Gebärmutter, das Element Wasser fühlt sich nicht fremd, sondern herrlich vertraut an. Manche Babys mögen die Badezeit nicht so gerne. In ihnen kommt Stress auf, da es sich um eine ungewohnte Umgebung handelt. In solchen Fällen ist es umso wichtiger, den Kleinen die Angst zu nehmen und sie Schritt für Schritt an die Badezeit heranzuführen.


Ursache der Angst

Die Angst vor Nässe entwickelt sich kurz nach der Geburt. Häufig sind es Kleinigkeiten, die die Eltern gar nicht realisieren: ein störender Wassertropfen auf der Haut, Seife im Auge oder das versehentliche Untertauchen des Kopfes können ganze Traumata wecken. Hinzu kommt, dass die jungen Eltern beim ersten Baden ihres Neugeborenen noch unsicher sind – diese Unsicherheit merkt das Baby und verhält sich ebenso scheu. Nun ist es an der Zeit, dass das Baby Vertrauen zum nassen Gut aufbaut.


Grenzen anzeigen

Für ein erholsames Bad benötigen Babys neben der Geborgenheit durch den Geruch, der Stimme und der Haut ihrer Eltern Sicherheit durch Grenzen. Babys können die Endlosigkeit – die wir in der Wanne so schätzen – nicht begreifen. Sie sollten mit den Füßen und dem Po die Wannenränder berühren, so fühlen sie sich sicher. Die Baby-Badewanne solltet ihr nur für einige Zentimeter füllen. Wer sich nicht extra eine Badewanne anschaffen mag, kann sein Baby in den ersten Wochen auch in einem herkömmlichen Waschbecken baden, wie es die in den unterschiedlichsten Ausführungen zum Beispiel auf Calmwaters – der Bad Shop gibt. Übrigens, Kleinkinder baden am liebsten in der Duschwanne: Wenn diese einen schönen hohen Rand hat, gibt sie eine wahre Wellnessanstalt ab.


Wohlfühl-Temperatur

Die Badezeit wird mit der richtigen Temperatur zu einem wohligen Erlebnis. Das Badewasser sollte weder zu kalt, noch zu warm sein, schließlich soll das Baby weder frieren noch Verbrühungen erleiden. Eine gute Wassertemperatur liegt zwischen 35 und 37 Grad Celsius. Da es sich bei den kleinen Badegästen um empfindliche Geschöpfe handelt, solltet ihr die Temperatur vorab sorgfältig messen – die Überprüfung per Handmaß reicht für das Wohlergehen des Babys nicht aus.


Step by Step

Ist das Becken gefüllt, die Temperatur angenehm? Dann kann der Badespaß beginnen! Doch Vorsicht, euer Baby baut nur langsam Vertrauen zu der neuen Situation auf, ihr solltet es daher nicht überfordern und nur gemächlich in das Becken legen. Lasst zuerst die Beinchen in das Wasser ein, bis euer Baby mit den Füßen den Boden berührt. Lasst euer Kind die neue Umgebung erkunden, wiegt es von links nach rechts und legt es immer ein Stückchen weiter in die Wanne hinein.


Haltet das Baby mit einer Hand am Rücken fest und umschließt die Schulter – lasst es niemals los, auch wenn es nicht untergehen kann. Das Baby benötigt diese Zuwendung und Geborgenheit. Nun kann der ganze Körper mit einem weichen Schwamm vorsichtig gewaschen werden. Um Wassereindringen in die Augen zu vermieden, sollte das Gesicht anschließend auf dem Wickeltisch mit einem Waschlappen gereinigt werden. Wichtig für die ersten Badegänge ist, dass sich der Ablauf stets wiederholt, um dem Baby eine Struktur zur Orientierung zu bieten. Damit euer Nachwuchs nicht aus Langeweile weint, könnt ihr einen Waschlappen zum Spielen zur Seite legen. Übrigens: Sanfte Musikklänge im Hintergrund sorgen für eine Wohlfühlstimmung und festigen die Badezeit als Ritual.

 

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