Wie beschäftige ich mich mit meinem Baby?

 

Folgende Tipps und Informationen zum Thema Elternratgeber sind Auszüge aus dem folgenden Buch:

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Diese hat uns der Herausgeber, die Egmont vgs verlagsgesellschaft freundlicherweise zur Verfügung gestellt!

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Wie beschäftige ich mich mit meinem Baby?

 

Endlich mit dem Nachwuchs einen vernünftigen “Rhythmus” gefunden, endlich dabei, etwas zur Ruhe zu kommen? Spätestens jetzt fangen Sie an, sich zu fragen, was Sie mit Ihrem Liebling schon spielen können. Ihr Baby ist an allem interessiert, was Sie ihm anbieten können: Stoffe, Geräusche, Musik, Lieder, Fingerspiele und Alltagsgeschehen.
Die erste Aufregung ist vergangen. Besucher, die anfänglich zuhauf kamen, kommen jetzt sporadischer, der Alltag kehrt wieder ein und ist man nicht Mitglied einer Großfamilie, so bedeutet das für junge Mütter oft stundenlanges Alleinsein mit dem Baby. Der Vater engagiert sich im Job wieder wie früher, Sie sind also – mitten im Haushalts-Chaos – auch noch Alleinunterhalterin für einen Säugling und das manchmal über lange Strecken von neun und weit mehr Stunden ununterbrochen.
Für Entspannung und etwas Abwechslung können Sie sorgen, indem Sie einfach Leute mit kleinen Kindern oder Babys zu sich nach Hause einladen. Ihr Kind freut sich sofort!
Eine beliebte und auf ganz “neutralem Boden” stattfindende Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen, sind organisierte Eltern-Baby-Gruppen und Kurse für Säuglinge und deren Eltern.

 

Auszug aus dem Buch
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Spieltipps – Omas altbewährte Trickliste

 

Natürlich können Sie den Alltag mit Babys auch ganz ohne Zutun organisierter Eltern-Kind Gruppen verschönern, indem Sie auf Omas altbewährte Trickkiste zurückgreifen.

 

Zählreime, drehen, tanzen, wirbeln
Schon die ganz Kleinen schauen gebannt auf Ihre Finger und hören genau zu. Wie beim Zählen von eins bis fünf zeigen Sie beim Daumen anfangend die Finger.

 

Zwei Zählreime für jeden Tag
1. Das ist der Daumen – der schüttelt die Pflaumen – der hebt sie alle auf – der bringt sie alle nach Haus – und der Kleine, der isst sie alle, alle auf!
2. Der ist in den Brunnen gefallen – der hat ihn rausgeholt – der hat ihn nach Hause gebracht – der hat ihn zugedeckt – und der Kleine hat ihn wieder aufgedeckt!

 

Macht Spaß und tut gut: drehen, tanzen, wirbeln!
Ihr Baby liebt es von Geburt an, wenn Sie es herumtragen, wiegen, wippen, sich mit ihm im Kreis drehen, mit ihm auf dem Arm tanzen oder es – je nach Temperament und Alter mehr oder weniger – wild herumwirbeln.

 

Warum Wiegen, Wippen und Herumtragen so gut für die Entwicklung sind
Der Gleichgewichts- und Bewegungssinn ist bereits sehr früh funktionsfähig und seine Stimulation sorgt beim Baby nicht nur für Wohlbefinden, sondern ist Studien zufolge auch für die frühe Gehirnentwicklung und für die Entwicklung der Körperhaltung wichtig. Die meisten Kinder durchlaufen sogar eine Phase, in der sie sich diese Stimulation selbst verschaffen und sich beispielsweise hin und herwiegen und den Kopf schütteln. In einer Studie wurde eine Gruppe von Kindern regelmäßig mehrmals wöchentlich mittels eines Drehstuhls – immer auf dem Schoß eines Forschers – gedreht, während die Kinder aus Kontrollgruppen nicht gedreht wurden. Die Kinder, die gedreht wurden, hatten deutlich besser entwickelte Reflexe und konnten besser sitzen, krabbeln, gehen und stehen. An der Studie nahmen auch drei Monate alte Zwillingsbrüder teil: der eine wurde gedreht, der andere nicht. Als beide vier Monate alt waren, konnte der Trainierte der beiden den Kopf aufrecht halten und sogar fei sitzen, während der nicht stimulierte Zwilling erst damit begann, den Kopf zu heben.

 

 Mehr Spieltipps finden Sie in dem Buch

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Babymassage, Babyschwimmen

 

Die Babymassage ist besonders gut geeignet, um sie in das tägliche “Babyunterhaltungsprogramm” einzubauen. Sie nehmen sich am besten immer zur selben Tageszeit Zeit für Ihren Liebling und massieren ihn etwa für 15 bis 20 Minuten. Achten Sie bei der Massage darauf, dass Sie mit zunehmender Routine mit Ihren Massagehandgriffen nicht schneller werden, sondern langsam und zärtlich auf Ihr Baby eingehen.
Die Massage lernen Sie am besten in einem Kurs, den Sie bei Ihrer Hebamme oder auch in der Volkshochschule oder einigen Naturheilpraxen absolvieren können. Die Kosten liegen etwa bei 50-60 € für vier bis fünf neunzigminütige Sitzungen. Die ideale Zeit für regelmäßige Massagen ist etwa zwischen der vierten Lebenswoche und dem siebten Lebensmonat des Babys. Die Babmassage gehört zu den frühesten Kursen, die man mit einem Baby besuchen kann.

 

Baby “schwimmen”?
Die Babys lernen im so genannten “Babyschwimmen” sehr viel, aber gewiss nicht schwimmen. Im Babyschwimmkurs werden die Sinne Ihres Kindes ganz besonders angenehm stimuliert: Im Wasser nehmen die Babys alles ganz anders wahr als “an Land”: Viele Bewegungen, die auf dem Trockenen noch richtig schwer fallen, gehen im Wasser wesentlich leichter und fließender vonstatten. Ihr Baby genießt diese Leichtigkeit sichtlich und Sie werden mit einem glücklichen Gesicht für Ihre Mühen wirklich reichlich belohnt.
Ein nicht zu verachtender positiver Nebeneffekt: Ihr Kleines schläft danach garantiert länger als an allen anderen Tagen in der Woche. Sie können sich herrlich viel Zeit für einen Stadtbummel mit schlafendem Kind oder ein Mittagsschläfchen nehmen. Die Kurse finden häufig auch an Samstagen statt, damit sich auch die Väter mit einfinden können.

 

Babyschwimmen ab wann?
Etwa ab zwölf Wochen
Der Nabel muss verheilt sein
Das Kind muss infektfrei sein
Der Kinderarzt sollte vorher sein OK gegeben haben
Das Kind muss den Kopf heben und halten können
Auszug aus dem Buch, erschienen im vgs-Verlag
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Weitere Informationen bzgl. Babyschwimmen findet Ihr auch auf der Seite
Babyschwimmen
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Wasser- und Kreislauftraining

 

Ziel des Wassertrainings ist die körperliche Stabilisierung des Kindes, die Anpassungsfähigkeit seines Körpers an verschiedene Lebensbedingungen und die seelische Entspannung durch Spaß und Spiel. Es dient also nicht vorrangig der zusätzlichen Absicherung bei eventuellen Wasserunfällen oder gar der Motivation zu einer sportlichen Laufbahn.

 

Das Wassertraining in der Badewanne
Sich im Wasser zu bewegen, hat ein Neugeborenes schon im Mutterleib trainiert. Jetzt muss es lernen, den Übergang vom Wasser zur Luft zu bewältigen, zunächst also, wie es das Wasser aus Mund und Nase wieder los wird, bevor es an der Wasseroberfläche neu einatmen kann. Nur wenige Kinder schließen den Mund unter Wasser. Wenn sie es tun, dann strecken sie dabei die Zungenspitze heraus. Die meisten Babys lassen den Mund aber offen und spucken das Wasser in einer kleinen Fontäne aus, wenn sie wieder an der Oberfläche angekommen sind. Es dauert im Durchschnitt zehn Tage, bis sie diese Technik sicher beherrschen. Geübte Schwimmer stoßen dann auch schon unter Wasser aus.
Unangenehm ist es den Babys wie den Erwachsenen, wenn sie Wasser in die Nase bekommen. Um dies zu vermeiden, drückt man beim Abtauchen den Kopf auf die Brust. In den ersten Tagen nach der geburt muss man dem Baby diese Haltung beibringen, indem man mit der Hand seinen Kopf nach unten drückt, während es abtaucht. Das Kind kann dann das restliche Wasser aktiv aus der Nase hinauspressen.
Der dritte Lernschritt auf dem Weg zum Schwimmbadbesuch ist der Temperaturausgleich. In den ersten Tagen braucht ein Neugeborenes noch warmes Wasser zum Schwimmen. Etwa ab dem zehnten Tag lässt man die Wassertemperatur des Bades täglich um ein Grad Celsius fallen, bis man bei der Schwimmbadtemperatur von etwa 30 Grad Celsius angekommen ist. Wie schnell sich ein Baby daran gewöhnt, hängt von seinen isolierenden Speckpolstern ab, manchmal auch von der Funktion seines Stoffwechsels. Erst wenn es sich zu Hause gerne in kühlem Wasser mit etwa 30 Grad Celsius aufhält, macht man sich auf, um das erste Mal ins Schwimmbad zu gehen.
Das Wassertraining verhilft dem Baby auch zur bewussten Kontrolle seiner Atmung: In den ersten Wochen kann es meist den Schließreflex (Diving-Reflex) seiner Atemwege noch nicht steuert, d.h. es muss warten, bis der Diving-Reflex nachlässt, bevor es an der Luft wieder atmen kann. Kommt es also aus dem Wasser heraus, dann hält es noch eine kleine Weile die Luft an. Erst wenn das Baby entspannt auf die Öffnung seiner Atemwege warten kann (meist bis zur zwölften Woche), sollte man mit ihm ins Schwimmbad gehen. Dort wird es dann lernen, sofort nach dem Auftauchen wieder zu atmen.

 

Das Kreislauftraining
Schon mit dem ersten Lebenstag darf ein Neugeborenes mehrmals täglich ins Wasser. Aus der Schwangerschaft kennen die Eltern seinen gewohnten Aktivitätsrhythmus und sollten diese Zeiten für das Bad nutzen. Die Regelmäßigkeit der Bewegungsübungen im Wasser gewährleistet die Lernerfolge. Deshalb sollte man täglich zwei bis drei Bäder in warmem Wasser (35 bis 37 Grad Celsius) einplanen. Die spätere Schwimmbadtemperatur von 30 bis 32 Grad Celsius ist ideal für die Babys, die noch kein ausreichendes Fettgewebe haben und Wärme brauchen, deren Herz andererseits aber auch durch zu warmes Wasser überfordert wäre. Je wärmer das Wasser ist, desto weniger bewegt sich ein Baby, um Herz und Kreislauf zu schonen. Ungefähr ab sechs Kilogramm Körpergewicht verkraftet ein Baby dann auch Wassertemperaturen unter 30 Grad Celsius.
Um das Kind vor Auskühlung zu schützen, sollte ein Bad maximal 15 Minuten dauern. In dieser Zeit macht man jeweils die Übungen für die Atmung oder die Muskulatur. Nach dem Training schließt man das Bad mit einem kalten Guss ab. Dazu wird das Kind in der Bauchlage mit einer Hand gehalten und bei den Füßen beginnend bis zum Kopf mit kaltem Wasser übergossen. Danach wickelt man das Kind in ein Handtuch und rubbelt es trocken und warm. Besonders Kopf und Haare sollen sorgfältig getrocknet werden.
Eine Klatschmassage auf seinem Rücken schließt sich an, später auch eine Babymassage (s. oben). Schließlich darf das Kind ein Weilchen auf Mutters oder Vaters Brust schlafen. Danach ist das Baby meist ganz besonders wach und aufmerksam und of hungrig. Es nimmt in diesem Moment sehr viel von seiner Umwelt wahr: Das Wassertraining gibt viele Anlässe zur Kommunikation und fördert so auch den Kontakt mit der ganzen Familie.

 

Übungen und weitere Tipps im Buch
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