Stillen

Was Frauen wie Du und ich hinbekommen, schaffen Promis allemal! Heidi Klum mit noch   sympathischen Schwangerschaftspfunden auf den Hüften, hat jedes ihrer Kinder gestillt und findet es wunderbar praktisch sich in ihrem stressigen Promileben keine Gedanken um Kunstmilch und sterilen Fläschchen machen zu müssen. Ihr Baby ist überall dabei und beide genießen es sichtlich, denn Mamas Brust ist zum Glück angewachsen und gibt, wo Heidi sich auch immer befindet, gesunde Muttermilch in einmaliger Verpackung und soviel wie das Baby braucht! Immer sauber, in der richtigen Temperatur und umsonst! Und dabei würde es bei Heidi sicherlich nicht am Geld scheitern.

 

Brustentzündungen (Mastitis) entstehen meist in Verbindung mit einem Milchstau. Ursache einer Entzündung der Brust sind Bakterien, die sich in der gestauten, körperwarmen Milch rasch vermehren. Zu wenig Ruhe und Entspannung tragen oft maßgeblich zu einer Infektion der Brust bei. Die Beschwerden sind: hohes Fieber, rote, harte Stellen, starke Schmerzen, Grippegefühl.

Tipps bei einer Brustentzündung

  • Bettruhe
  • Kühle Umschläge z.B. Quark
  • Häufiges Anlegen
  • Tritt nach 24 Stunden keine Besserung ein, sollte man einen Arzt aufsuchen

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Wunde Brustwarzen bei Stillenden sind stark gerötet, zeigen Risse auf und sind für die Betreffende oft sehr schmerzhaft. Sie können durch nicht korrektes Anlegen, einer ungünstigen Stillhaltung, falsches Abnehmen des Babys von der Brust, feuchten Stilleinlagen, Flach- oder Hohlwarzen oder einem verkürzten Zungenbändchen des Babys entstehen.

Tipps bei wunden Brustwarzen

  • Bei kleinen Einrissen hilft das Bestreichen der Brustwarze mit Muttermilch oder pflanzliche Salben
  • Auf korrektes Anlegen achten: Der Babymund soll weit geöffnet sein, entspannte Stillposition für Mutter und Kind ist die Basis
  • Öfter die Stillposition wechseln
  • Häufiges, dafür kürzeres Anlegen
  • Erst an der weniger strapazierten Brustwarze anlegen
  • Rat von der Stillberaterin bzw. Hebamme aufsuchen
  • Kurze Sitzungen vor der Infrarotlame tragen zur Besserung bei
  • Mehrwegstilleinlagen benutzen
  • Busen trocken und warm halten
     
     

Zu wenig Milch

  • Alle Babys haben Wachstumsschübe, zumeist zwischen zwei und sechs Wochen und nach drei bis sechs Monaten. In dieser Zeit braucht das Baby mehr Milch. Bis Angebot und Nachfrage wieder im Einklang miteinander sind, sollte das Baby häufiger angelegt werden und die Mutter viel trinken. Dadurch steigert sich die Milchmenge.

  • Spezielle Milchbildungstees bzw. Anis, Kümmel oder Fencheltee tragen zur Milchbildung bei.
     
     

Zu viel Milch
Alle Babys haben Wachstumsschübe, zumeist zwischen zwei und sechs Wochen und nach drei bis sechs Monaten. In dieser Zeit braucht das Baby mehr Milch. Bis Angebot und Nachfrage wieder im Einklang miteinander sind, sollte das Baby häufiger angelegt werden und die Mutter viel trinken. Dadurch steigert sich die Milchmenge.

  • Wenn die Brust zuviel Milch produziert, verschlucken sich die Babys häufig. Ratsam ist es, das Kind an die Brust zuerst anzulegen, die weniger voll ist. Somit fließt aus der vollen Brust schon etwas Milch heraus, bevor das Baby an diesem Busen angelegt wird.

  • Zwei bis drei Tassen Salbeitee tragen dazu bei, die Milchmenge zu reduzieren.


Wenn Ihr weitere Tipps habt, schreibt sie uns, damit möglichst viele Stillende davon profitieren können!

Nach der Stillzeit sind die Brüste der meisten Mütter flacher. Dies liegt an den zurückgebildeten Drüsenkörpern und der darüber liegenden Haut, die nun etwas zu weit ist. Mit einigen Tricks lassen sich jedoch das Bindegewebe und die Haut wieder festigen.

 

  • Haut – die Haut am Busen ist sehr empfindlich, da sie kaum Talgdrüsen besitzt. Tägliches Eincremen strafft die Haut am Busen leicht. Cremes mit den Inhaltsstoffen, wie Silizium, Soja, Frauenmantel, Efeu, Tigergras, Elastin helfen den Zellen sich zu regenerieren.

     

  • Straffer Busen – Durch Ernährung kann man auch wesentlich zur Straffheit des Busens beitragen. Während stark salzreiches Essen zu einer Überdehnung des Bindegewebes durch Wasser im Gewebe führen kann, werden die Kollagenfasern durch Kieselerde und Vitamin C gestärkt.

     

  • Bindegewebe – Wechselduschen nach Kneipp sind für das Bindegewebe besonders gut. Morgens ist es empfehlenswert, jede Brust abwechselnd warm und kalt mit kreisenden Bewegungen abzuduschen. Auch ein Kälteschock durch das Einreiben der Brust mit Eiswürfeln  regt die Durchblutung und Energieversorgung an.

     

  • BH – Auf das Tragen eines BH´s sollte auch bei einem kleinen Busen nicht verzichtet werden, da sonst das Bindegewebe ausleiert.
     

Des Weiteren stärken Übungen, wie z.B. Butterfly, Brustpresse, Push-up und Brustzug die Brustmuskulatur und bringen den Busen wieder in Form. Wem das alles zu mühsam ist, kann mit Push-up-BH´s mit speziellen Gel- oder Wasserkissen (z.B. von Triumph) einen volleren Busen zaubern.

Empfehlenswert ist es, sich bereits während der Schwangerschaft mit Informationen und Beratungsaressen einzudecken, eine Nachsorgehebamme und evtl. sogar eine stillfreundliche Klinik auszuwählen.

Es ist völlig normal, dass die Milch mal nicht läuft, die Brustwarzen schmerzen oder das Baby dauernd an die Brust will. Dann ist es ratsam, sich fachliche Hilfestellung von einer Hebamme oder Laktationsberaterin zu holen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Hausbesuche der Nachsorgehebamme. Zehn Tage lang kann diese täglich kommen und beim Stillen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei Bedarf können die Dienste der Hebamme auch noch länger in Anspruch genommen werden. Hebammenadressen könnt Ihr vom Frauenarzt, dem Gesundheitsamt, den Geburtskliniken und natürlich hier auf Babynews.de. erfahren.

Auch unter www.hebammenverband.de bzw. www.hebammenliste-muenchen.de findet Ihr Hebammen.
 

Vor allem drei Dinge sind besonders wichtig, damit das Stillen klappt:

  • Die richtige Technik
  • Ausreichend Zeit
  • Eine entspannte Atmosphäre

Während der Schwangerschaft bereitet sich das Baby auf seine neue Nahrungsquelle vor, indem es Saugen übt, am Daumen lutscht und Fruchtwasser trinkt. Auch der weibliche Körper einer Schwangeren ist auf das Stillen durch die Hormonumstellung vorbereitet. Aus diesem Blickwinkel sind Mutter und Baby optimal vorbereitet.

Manchmal klappt es mit dem Stillen nicht gleich auf Anhieb. Mit Stillproblemen lässt sich jedoch besser umgehen, umso informierter die junge Mutter ist. Wichtiger als Unmengen von Literatur zu verschlingen, ist der Kontakt zu einer Stillgruppe. Dieser Kontakt sollte schon während der Schwangerschaft geknüpft werden. Hierbei kann man sich als Schwangere ein Bild von verschiedenen Stillmethoden, sowie Stillproblemen und den Umgang mit ihnen machen.

Stillhilfe ist jedoch nicht nur am Anfang wichtig, sondern über einen längeren Zeitraum, da Stillen ein Lernprozess ist. Hilfe erhaltet Ihr von Hebammen, Schwestern, Stillberaterinnen, Ärzten, Stillgruppen und erfahrenen Müttern. Hilfreiche Internetseiten sind:

www.lalecheliga.de
www.babystillen.de
www.afs-stillen.de

 

Besonders wichtig ist auch die Hilfe von Freunden oder Familienangehörigen – sozusagen sich ein soziales Netzwerk aufzubauen, auf das man zurückgreifen kann, wenn es notwendig ist. Hilfreich ist auch das Einfrieren von gesunden Gerichten für die etwas stressige erste Zeit mit Baby. Für Haushaltstätigkeiten kann man in Erwägung ziehen, ob man sich für die „Anpassungszeit mit Baby“ eine Haushaltshilfe zulegt oder Aufgaben, wie z.B. Bügeln der Reinigung überlässt. Je nachdem wie sich der Alltag mit dem Baby dann gestaltet, kann man von den überlegten Möglichkeiten gebrauch machen.
 
  
Utensilien, die beim Stillen helfen, haben wir im Folgenden für Euch zusammengestellt:

  • Still-BH´s: Diese besonderen BH´s sind notwendig, damit die Brüste richtig gestützt werden. Auch erweisen sie sich als äußerst praktisch, da sie sich leicht öffnen lassen, ohne den gesamten BH ausziehen zu müssen – somit ist diskretes Stillen auch in der Öffentlichkeit oder bei Besuch zu Hause möglich.
  • Milchpumpe: Durch die Handpumpe, kann man sich einen Muttermilchvorrat anlegen. Außerdem hilft die Milchpumpe, wenn zu wenig Milch fließt und die Brust stimuliert werden muss.
  • Brusthütchen: Wenn die Brustwarzen wund, strapaziert und schmerzempfindlich sind, können sie durch das Verwenden von Brusthütchen Erholung erfahren.
  • Stilleinlagen: Damit die Brust trocken bleibt, empfiehlt es sich, Stilleinlagen zu verwenden. Anfangs müssen sie noch häufiger gewechselt werden, da die Milch noch öfter überfließt. Mehrwegeinlagen sind Einwegeinlagen vorzuziehen.
  • Brustschalen: Diese liegen im BH und verhindern, die Reibung von Brustwarzen an Kleidungsstücken. Außerdem fängt die Schale überfließende Milch auf.

Stillen ist das Selbstverständlichste, Schönste, Praktischste und Günstigste für Mutter und Baby. Wenn die ersten Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, kann man als Mama feststellen, wie bequem das Stillen ist. Deshalb raten wir: Nur Mut – mit einer positiven Einstellung dem Stillen gegenüber und hilfreicher Unterstützung gelingt auch bei Euch das Stillen!!!

Wenn Ihr stillt, könnt nur Ihr Euer Kind versorgen und müsst damit erreichbar sein. Diese Abhängigkeit kann man etwas erleichtern, wenn man abgepumpte Milch auf Vorrat tiefgefroren hat. Mit dieser Milch kann der Vater oder Babysitter das Kind versorgen und Ihr habt einmal frei oder könnt ein paar Stunden am Stück schlafen! Notwendig wird das Abpumpen natürlich auch, wenn Euer Kind in das Krankenhaus muß und Ihr nicht mitaufgenommen werden könnt oder aus anderen Gründen getrennt werdet.

Deshalb ist es gut, regelmäßig abzupumpen, um sich einen kleinen  Vorrat anzulegen. Mit den ersten Fläschen geizt man sehr, man könnte diese auch für einen Notfall brauchen - soll man sie wirklich nur für einen Kinobesuch oder einen Stadtbummel einsetzen? Bei einem guten Vorrat ist man für den Notfall gesichert und braucht "nur" noch einen Babysitter und endlich mal wieder ein Abend im Kino ohne Babygeschrei! Dieser Vorrat hält sich dann auch fast von alleine. Denn bevor man geht, pumpt man ab und wenn man wiederkommt, ist im allgemeinen noch etwas aufgetaute Milch da, die erst noch verfüttert wird und man pumpt wieder. Diese Milch wandert wieder in die Tiefkühltruhe.

Milchpumpen gibt es im Handbetrieb und als Elektropumpe. Wenn Ihr die Pumpe oft einsetzen wollt oder müsst, empfiehlt sich eine elektrische Pumpe. Wenn Ihr nur für einen Abend oder Nachmittag abpumpen möchtet, reicht der Handbetrieb.

Am Anfang schafft man oft nur kleinste Mengen; nur nicht entmutigen lassen. Zu Beginn können das auch nur 20 ml sein. Diese Menge zweimal am Tag summiert sich auch. Man kann die Milch im Kühlschrank über 12 h (in Ausnahmen auch 24 h) sammeln und dann tiefgefrieren. Manchmal liest man auch, daß man frische Milch auf die tiefgefrorene gießen kann, wenn die Menge der tiefgefrorene Milch größer ist. Damit sollte man jedoch vorsichtig sein, da die Milch damit doch antaut.

Am besten lasst Ihr Euch das Abpumpen von Eurer Hebamme zeigen. Man setzt die Pumpe an und streift mit der Hand die Brust aus bzw. drückt sie aus. 
 
Zum Tiefgefrieren füllt die Milch in Glasflaschen oder in Gefrierbeutel, die man als Zubehör zu den Pumpen kaufen kann. Glasflaschen sind auf Dauer preisgünstiger, praktischer und umweltfreundlicher. Entweder man kauft Babyflaschen aus Glas oder nimmt andere kleine Glasflaschen mit Schraubverschluß, z.B. von Kaffeesahne. Man kann schon während der Schwangerschaft einen Vorrat von diesen Flaschen sammeln. Die Flaschen müssen jedesmal gereinigt und vaporisiert bzw ausgekocht werden.

Am besten gefriert Ihr unterschiedlich große Mengen ein, damit Ihr sie besser kombinieren könnt, oder auch einen kleinen "Nachschlag" aus der Truhe holen könnt, ohne zuviel aufzutauen. Ein paar Fläschchen mit 50 ml, 80 ml und 100 oder 150 ml sind vernünftig. Denkt dabei an eine Beschriftung der Flaschen mit Datum!

Die tiefgefrorene Milch hält sich drei Monate im Tiefkühlschrank. In den ersten Wochen verändert sich die Milch so stark, daß es sein kann, daß dem Säugling die Milch nicht mehr schmeckt. Diese Milch sollte daher schneller verfüttert werden. Die Übergangsmilch, die in den ersten zwei Wochen gebildet wird, lehnt ein Baby oft nach der sechsten Woche ab.

Zum Auftauen nehmt die Flasche rechtzeitig aus der Tiefkühltruhe heraus. Zum schnellen Auftauen stellt die Flasche in den Fläschchenwärmer oder in heißes Wasser. Einmal aufgetaute Milch darf nicht wieder eingefroren werden. Einmal erwärmte Milch darf nicht wieder erwärmt werden (beim Erwärmen wandelt sich Nitrat in das für Babys gefährliche Nitrit um).

Wichtig ist beim Vebrauch der abgepumten Milch, daß sich der Bestand verjüngt: Die frische abgepumpte Milch stellt man erst zur Reserve hinten in den Kühlschrank, falls das Kind mehr als erwartet Appetit hat. Die aufgetaute Milch wird verfüttert und die übriggebliebene frische Milch wird eingefroren.

Wenn Ihr unterwegs seid, solltet Ihr alle sechs Stunden abpumpen, damit die Milchmenge nicht zurückgeht - zuhause oder unterwegs mit der Pumpe im Gepäck. Hier erkennt man dann den einzigen Nachteil einer Elektropumpe, man braucht eine Steckdose. Die abgepumpte Milch muß dann gekühlt werden, bis man wieder zuhause ist, oder man schüttet sie weg.


 

Irgendwann hat jedes Stillen ein Ende und das Zufüttern beginnt. Frühestens im fünften Monat sollte man damit beginnen, besser erst nach dem sechsten Monat, vor allem bei allergiegefärhdeten Kindern. Nach dem sechsten Monat braucht Euer Baby dann mehr als nur Milch, die Eisenreserven reichen nicht mehr. 

 

Als erstes wird eine Mittagsmahlzeit eingeführt. Im allgemeinen wird empfohlen mit Karotten- oder Bananenmus zu beginnen. Es wird mit ein paar Löffel Brei angefangen vor, nach oder zwischen dem Stillen. Manche Kinder lehnen den Löffel im hungrigen Zustand ab, andere essen nichts, wenn sie nicht sehr hungrig sind. Wenn die Hälfte davon wieder heraus kommt, muß es nicht bedeuten, daß das Kind den Brei nicht mag. Ein Säugling muß erst lernen, mit dem Löffel zu essen.


Falls das Baby den Brei ablehnt, versucht es einfach mit Saft, dann ist die Konsistenz zumindest nicht ungewohnt. Am besten füttern Ihr mit einem flachen Plastiklöffel. Den gibt es in den Probepacketen, die von Hipp, Alete, Humana... verschickt werden, oder Ihr fragt in der Drogerie danach, wenn Ihr Gläschen kauft.

Der Beginn mit dem Löffel erinnert häufig an Schlammschlachten. Leider werden diese noch meist mit Karottenmus ausgetragen, das hartnäckigste Karottenflecken gibt. Deshalb können wir zu Beginn folgende Grundausrüstung empfehlen:

  • drei möglichst große Lätzchen mit Ärmel und kunststoffbeschichteter Unterseite für ihr Kind
  • Ein altes T-Shirt zum Füttern für Mama oder Papa  

Es ist deutlich leichter, wenn Ihr das Kind so hinsetzt bzw. haltet, daß es selbst nicht an den Löffel kann. Manchmal kann man auch das Interesse ablenken, indem man dem Baby selbst einen Löffel gibt. Aber Vorsicht, es schlägt gerne gegen Euren Löffel und der Brei landet irgendwo.

Beginnt mit ein paar Löffel und jeden Tag wird es mehr. Wenn Ihr einen fleißigen Esser habt, verzehrt er nach einer Woche vielleicht schon ein ganzes Gläschen und es wird nicht mehr nachgestillt. Hurra, eine Mahlzeit ist geschafft! Ansonsten verzweifelt nicht, habt Geduld und versucht es mit gleichbleibender Penetranz. Vielleicht ist Euer Kind ja einfach nach einem halben Gläschen satt - versucht nicht mehr nachzustillen. Wenn das Kind noch nach der Brust verlangt, lasst es ruhig noch trinken und versucht jeden Tag mehr zu füttern. Schafft eine entspannte Atmosphäre, singt dem Baby ein Lied vor, erzählt ihm etwas, schaukelt es etwas hin und her.

Der Abstillvorgang soll auch für Euch schonend von statten gehen. Vorsicht ist geboten mit zu schnellen Abstillen. Eine zu volle Brust sollte man immer ausstreichen. Sie kann leicht zu einem Milchstau führen. Um die Milchmenge zu reduzieren, könnt Ihr Salbeitee trinken oder Euch z.B. Salbeitropfen aus der Apotheke besorgen.

Zu Beginn ist es wichtig, nur wenige Zutaten zu füttern und darauf zu achten, ob das Baby auf ein neues Nahrungsmittel reagiert. Nach einer Woche kann ein neues Lebensmittel hinzugenommen werden. Beginnt Ihr mit Banane,dann solltet Ihr, wenn das Kind das Löffeln gelernt hat, zu einem Gemüse wechseln. Wenn das Baby das Gemüse nach den süßen Bananen nicht mag, mischt zuerst Bananen- und Gemüsebrei. Eine Woche später gibt es Kartoffeln dazu und wieder eine Woche später Fleisch: die erste vollwertige Mahlzeit ist geschafft.

Als nächste Mahlzeit wird die Abendmahlzeit durch einen Milchbrei oder die Nachmittagsmahlzeit durch einen Getreide-Obst-Brei ersetzt.

Mit welcher Mahlzeit Ihr weitermachen, hängt von Euch und Eurem Kind ab. Viele Babys haben am Abend einen so großen Appetit, daß sie froh sind, wenn sie nicht nur noch die Brust bekommen. Vielleicht schlafen sie nach einer kräftigeren Mahlzeit auch besser durch. (Das muß aber nicht sein, da die Breimahlzeit natürlich schwerer zu verdauen ist.) Viele Mütter wollen ihren Kindern aber solange wie möglich keine andere Milch als Muttermilch geben, deshalb machen sie mit der Nachmittagsmahlzeit weiter. Manchmal wird nachmittags auch nur Obst empfohlen. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rät davon ab.

Haltet mindestens eine oder zwei Wochen besser einen Monat Abstand bis eine weitere neue Mahlzeit ersetzt wird. Die Morgenmahlzeit sollte noch ca. bis Ende des ersten Lebensjahres aus Milch (Stillen) bestehen.  Diese wird dann durch eine Säuglingsmilch oder schon durch ein Butterbrot ersetzt.

Wenn Ihr mit dem Abstillen beginnt, achtet darauf, daß Euer Kind genügend Flüssigkeit erhält. Solange Ihr nach jeder Mahlzeit noch stillt, reicht dies als Flüssigkeit. Das Kind trinkt, wenn es Durst hat. Wenn es zu Verstopfung neigt, Durchfall hat oder es sehr heiß ist, sollten Ihr auf zusätzliche Flüssigkeitszufuhr achten.

Wenn Ihr nicht mehr stillen möchtet, wird Trinken wichtig. Geeignet sind Tees, abgekochtes Wasser, Mineralwasser oder verdünnter Saft. Der Tee sollte keinen Zucker oder Zuckeraustauschstoffe, auch keine Maltose enthalten und nach Möglichkeit auch nur aus einem oder wenigen Kräutern bestehen. Ein Baby benötigt etwa 250-400 ml Flüssigkeit zusätzlich zu Milch, Obst und Brei. Nur an heißen Tagen, bei Fieber oder Durchfall sollte es mehr sein. Am besten trinkt das Kind zwischen den Mahlzeiten und nach Möglichkeit nicht direkt davor. Die Flasche sollte dem Kind nicht zum Dauernuckeln überlassen werden. 

Was versteht man unter Milchstau?
Ein Milchstau resultiert aus einem nur schlecht funktionierenden Milchflußreflex. Ursachen sind im nächsten Absatz zu finden. Das Kind trinkt nur die Milch in den Milchgängen und Reservoirs im vorderen Teil der Brust. Zwei Drittel der Milch in den Alveolen im oberen Teil der Brust verbleiben dort.

Ist (Münchner) Trinkwasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet?
Wenn Ihr stillt, habt Ihr wie schon in der Schwangerschaft einen erhöhten Nährstoffbedarf. Eure Ernährung ist die Grundlage für die Muttermilch. Ihr benötigt ca. 650 kcal mehr am Tag und der Bedarf an Nährstoffen ist erhöht. Ihr benötigt vor allem mehr: Calcium, Eisen, Jod, Zink, Vit A, Vit D, Vit E, Vit B1, B2, B6, B12 Vit C und Folsäure.