Vor allem drei Dinge sind besonders wichtig, damit das Stillen klappt:

  • Die richtige Technik
  • Ausreichend Zeit
  • Eine entspannte Atmosphäre

Die richtige Technik
Die richtige Technik kann man sich von erfahrenen Müttern bzw. Hebammen zeigen lassen. Es gibt eine Vielzahl von Anlegemöglichkeiten, jedoch sollten Stillende sehr genau auf ein korrektes Anlegen achten, da viele Stillprobleme durch falsches Anlegen entstehen. Die häufigsten Stillpositionen sind:

  • Stillen im Liegen – diese Position eignet sich besonders während der Nacht oder nach der Geburt. Hierbei liegt die Mutter seitlich, der Babykopf liegt in Höhe der Achselhöhle seiner Mutter. Während der eine Arm zum Aufstützen dient, kann der zweite zum Heranziehen des Babys benutzt werden, damit dieses möglichst dicht am Körper der Mama liegt. Zum Wechseln der Brust legen sich Mutter und Baby auf die andere Seite. In dieser Position wird der untere Brustbereich geleert.
  • Wiegengriff – hierbei liegt das Baby seitlich, Bauch an Bauch mit der sitzenden Mutter. In dieser Stillposition wird der innere untere Brustbereich geleert.

In den ersten Wochen solltet Ihr Euer Kind bei jeder Mahlzeit auf beiden Seiten trinken lassen, da dies die Milchbildung ankurbelt und einem Milchstau vorbeugt. Auch verschiedene Stillpositionen sind vorteilig, da dies die Brustwarzen entlastet und die Milchkanäle auf allen Seiten der Brust entleert werden. Eure Hebamme kann Euch sicherlich noch weitere Anlegetechniken zeigen, wie z.B. Boxergriff, Rückenlage etc.


So legt Ihr Euer Kind am besten an
Berührt seine Lippen mit der Brustwarze. Hierzu hebt Ihr Eure Brust etwas an. Die Finger liegen dabei unterhalb, der Daumen oberhalb der Brustwarze. Wenn das Baby den Mund öffnet, könnt Ihr es sanft an die Brust ziehen. Wichtig ist hierbei, dass das Kind mit den Zahnleisten den ganzen Warzenhof der Brust umfasst und die Brustwarze senkrecht im Mund des Babys eingeführt wird.


Ende der Stillmahlzeit
Wenn das Baby nicht alleine von der Brust lässt, schiebt Euren kleinen Finger vorsichtig in seinen Mundwinkel. Damit löst sich der Druck und das Baby kann von der Brust genommen werden. Nach der Mahlzeit solltet Ihr Eurem Kleinen Spatz die Möglichkeit zum Aufstoßen geben. Hierzu lagert Ihr das Baby aufrecht, sodass der Kopf über die Schulter ragt. Durch leichtes Klopfen und Streicheln des Rückens könnt Ihr Euer Baby beim „Bäuerchen machen“ unterstützen.


Ausreichend Zeit
Für die Stillmahlzeiten solltet Ihr Euch insbesondere am Anfang Zeit nehmen. Unter Zeitdruck klappt es meist gar nicht, da das Baby die Nervosität der Mutter deutlich spürt. Außerdem kann man die Nähe zwischen Mama und Kind während des Stillens besonders genießen. In den ersten Lebenstagen ist ein kurzes Anlegen von maximal 20 Minuten ratsam, um die Brustwarzen zu schonen, nach und nach werden die Stillmahlzeiten dann ausgedehnt. Manche Babys sind bereits nach 10 Minuten satt, aber auch eine Stilldauer von 30 bis 40 Minuten ist dann durchaus normal. Besonders schön ist das Kuscheln nach der Stillmahlzeit, wenn das Baby gesättigt an der Brust eingeschlafen ist. Gönnt Euch diese schöne Zweisamkeit!


Entspannte Atmosphäre
Ganz wichtig ist eine gemütliche Stimmung während des Stillens. Hierbei ist zu empfehlen, keinen Radio oder Fernseher laufen zu lassen, da dies Mutter und Baby ablenkt. Eine Entspannungsmusik und gedämpftes Licht tragen zu einem schönen Stillklima bei. Doch auch die Gemütlichkeit spielt eine große Rolle. Deshalb ist es ratsam, sich ein Stillkissen anzuschaffen, mit dem man entspannt Stillen kann, da der Rücken nicht schmerzt und auch der Arm, indem das Babyköpfchen gestützt wird, ruhen kann. Wer kein Stillkissen besitzt kann es sich mit mehreren Kissen unterm Arm und im Rücken gemütlich machen. Viele Mütter richten sich eine kleine Stillecke ein, in die sie sich mit Ihrem Baby zurückziehen. Während des Stillens sollte die Mama stets ein Glas Wasser neben sich stellen, um gleich die Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen.