Ein Großteil der Mütter startet den Wiedereinstieg vorerst in Teilzeit. Hierfür gibt es neben der klassischen vormittags - halbtags Arbeitszeit verschiedene Arbeitzeitmodelle, natürlich abhängig von der Firma und ihren Möglichkeiten:
 

  • Flexible Arbeitszeit – auch möglich 2,5 ganze Tage arbeiten, Rest der Woche frei

  • Homejobbing oder Teleheimarbeit – Verrichtung der Arbeit überwiegend von zuhause aus

  • Heimarbeit – Selbständigenstatus mit arbeitnehmerähnlichen Absicherungen

  • Ehrenamt – freiwilliges, unentgeltliches zumeist sozialorientierte Arbeitszeit gegen eine finanzielle Aufwandsentschädigung

 

Trotz der vielfältigen Arbeitszeitmodelle, die von vielen Firmen angeboten werden, stellen sich Familien oft die Frage, ob sich ein Wiedereinstieg in den Beruf lohnt. Es herrscht zum einen ein Mangel an qualifizierten Teilarbeitsplätzen vor, zum anderen locken die steuerlichen Gründe (das Zweiteinkommen fällt meist durch die schlechte Steuerklasse sehr gering aus), sowie die zusätzlichen Kinderbetreuungskosten, die durch ein Arbeitsbeginn entstehen, zumeist nicht.

Wenn beide Elternteile gleichermaßen ihre Arbeitszeit reduzieren, wird dies im Gegensatz zur "traditionellen" Aufteilung steuerlich nicht begünstigt. Zusätzlich zu finanziellen Einbußen stoßen Väter in Teilzeit vielfach auf Unverständnis bei Vorgesetzten und Kollegen. Dies hat zur Folge, dass eine gemeinsam, gelebte Elternschaft für Mutter wie Vater bedeutet, beruflich zurückzustecken und sinkende Chancen auf beruflichen Aufstieg mit sich bringen. Hinzu kommt noch, dass Erziehungszeit von einem Teil der Betriebe genutzt wird, um Personal abzubauen. Alles in Allem keine guten Zeiten um Väter von Teilzeit und gemeinsamer Erziehungsarbeit zu überzeugen!