Die bis vor einigen Jahrzehnten noch typische Verliebt – Verlobt – Verheiratet – Kind Reihenfolge ist mittlerweile nicht mehr wirklich zeitgemäß. Immer häufiger heiratet ein Paar erst während der Schwangerschaft oder auch Jahre nach dem ersten Kind. Mit einem Babybauch zu heiraten ist ganz normal geworden und kein Tabu mehr. Möchten die werdenden Eltern standesamtlich sowie kirchlich heiraten, entscheiden sich viele für eine kirchliche Trauung nach der Geburt, um so eine Traufe, also eine Verbindung von Trauung und Taufe zu feiern.

 

 

Auf diese Weise erhalten in einem einzigen Gottesdienst die Eltern den Segen Gottes für eine glückliche Ehe und das Baby den Segen Gottes und die Aufnahme in die Gemeinde. Dies ist zudem eine schöne Möglichkeit die Rolle des Paares als frische Eltern zu betonen und ihnen somit Glück und Gelingen in ihrer neuen Rolle zu wünschen. Dieses Konzept der Kombination lässt sich sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche vollziehen.

 

Warum sollte man eine Traufe in Betracht ziehen?

Vielleicht denken Sie sich nun, dass ein solch doppeltes Ereignis auch doppelte Organisation und dementsprechend auch  mehr Stress mit sich bringt. Und das auch noch in der sowieso schon stressigen Zeit der Schwangerschaft. Aber es gibt einige gute Gründe diese zwei festlichen Anlässe zu kombinieren. Zuerst einmal ist es nur minimal mehr Organisation, denn Sie sind sowieso mit der Planung der Hochzeit beschäftigt, sodass der eigentliche Zusatz bloß eine Integrierung des Babys in den Gottesdienst und in die anschließende Feier beinhaltet. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist zudem auch der geringere finanzielle Aufwand, da sie sich eine zweite Feier sparen. So müssen Sie lediglich einmal einladen, also nur eine Einladungskarte, die Sie zum Beispiel auf karten-paradies.de finden, verschicken. Auf diese Weise wird die werdende Mutter nicht mehr, sondern weniger beansprucht. Denn normalerweise würde die Taufe wahrscheinlich kurz nach der Geburt stattfinden in einer Zeit, die wohl noch kräftezehrender, als die kurz vor der Geburt ist.

 

Durch diese Kombination der zwei Zeremonien sparen Sie sich insgesamt zwar einigen Aufwand, müssen bei der Planung des einen großen Events doch auch einige Punkte mehr beachten. So ist es zum Beispiel ratsam ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ihnen und dem Baby bei der Feier zu halten, denn schließlich ist Ihr Baby bei einer Traufe ebenso wichtig wie Sie selbst als Brautpaar. So können Sie, falls Sie die beiden kirchlichen Zeremonien stärker trennen möchten, sie zwar an einem Tag, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden lassen. So könnte die Trauung morgens und die Taufe nachmittags erfolgen. Dafür müssen Sie sich natürlich rechtzeitig bei Ihrer Kirche und Ihrem Pfarrer erkundigen, ob dies zeitlich möglich ist.

 

 

 

Bildquelle: hochzeitsfotograf/ pixelio.de