Bei der Frage, was Eltern für die Zukunft ihrer jungen Kinder tun können, fällt neben Begriffen wie Fondssparplan und Festgeldkonto meist auch das Thema Bausparen. Bei dieser relativ gängigen und flexiblen Form des Sparens muss das Guthaben nicht, wie der Name vermuten lässt, für Wohneigentum eingesetzt werden. Prämien und Förderungen des Staates sind hier vorteilhaft, lohnend ist so ein Vertrag aber erst, wenn auch recht große Summen eingezahlt werden. Der Bausparvertrag für Kinder verläuft dabei anders als der für Erwachsene. Es wird vertraglich eine Bausparsumme festgelegt, die am Ende der Laufzeit für Verfügung stehen soll. Die Mindestlaufzeit beträgt dabei 1 bis 7 Jahre, die Mindestsumme zwischen 2.500 und 10.000 Euro. In der Sparphase wird regelmäßig ein Sparbetrag eingezahlt, der zu einem festen Zinssatz verzinst wird. Die Auszahlung ist erst dann möglich, wenn 40 bis 50 Prozent des festgelegten Prozentsatzes erreicht wurden.


Hier kann man sich ausführlich informieren und Angebote vergleichen
, sollte man sich für einen Bausparvertrag für das Kind interessieren. Das Geschäft der Bausparkassen boomt – Verbraucherschützer sehen das aber teilweise kritisch. Zwar seien Bausparverträge ohne Zweifel flexibel, aber einige Zweifeln inzwischen die guten Tarife und Boni der Bausparverträge an. Außerdem sei anzuzweifeln, ob die Kinder später wirklich bauen wollen. Beim Sparen über zehn Jahren sollte man sich auf jeden Fall auch nach weiteren Angeboten umsehen und nicht zum erstbesten Bausparvertrag greifen. Lohnenswerter sei es allemal, sich vorher eingehend und vor allem selbstständig zu informieren. Es lässt sich aber nicht verleumden, dass der Bausparvertrag für viele Sparer von Vorteil ist. Dank seiner durchsichtigen Vertragsbedingungen und seiner leichten Handhabe bietet er sich als leichtes Sparvermögen sehr gut an. Dank des langen Sparhorizontes, der von Eltern oder Großeltern geleistet wird, bieten sich niedrige Sparraten an, welche die Haushaltskasse schonen. Dass Vater Staat mit spart, da der Bau des Eigenheims auch für die Zukunft gefördert werden soll, bietet weitere positive Aspekte. Durch den Staat kann es eine Wohnungsbauprämie geben, später durch den Arbeitgeber Zusätze durch vermögenswirksame Leistungen.


Mit Rücksicht auf Vor- und Nachteile des Bausparens lässt sich sagen, dass ein Bausparvertrag für Kinder vor allem ab 16 Jahren lohnenswert ist. So kann von der Wohnungsbauprämie und von der Arbeitnehmersparzulage profitiert werden. In unsicheren Zeiten bietet der Bausparvertrag für Kinder eine Zinssicherheit, da der Zinssatz bei Vertragsabschluss garantiert wird. Ein Vergleich mit anderen Sparmöglichkeiten wie dem Tagesgeldkonto lohnt sich aber trotzdem allemal.