Von Grund auf ist Mensch danach bestrebt, in stabilen sozialen Beziehungen zu leben. Die Familie bietet genau diese Beständigkeit und steht seit Jahrhunderten für Geborgenheit, Halt und Tradition. Lange Zeit war die Kleinfamilie die vorherrschende Form des Zusammenlebens, doch heutzutage haben viele Menschen Zweifel, ob der Schritt zur Familiengründung der richtige ist. Viele Faktoren machen die Entscheidung schwierig. Beratung von Außenstehenden kann hier helfen.

 Beziehungen zu Freunden und Arbeitskollegen sind heute kurzlebiger als noch vor einigen Jahrzehnten. Unsichere Jobperspektiven und befristete Arbeitsverträge sind an der Tagesordnung. All das sorgt dafür, dass sich Paare heute schwer tun mit der Entscheidung, ob sie eine Familie gründen sollen oder nicht. Vor dem Schritt müssen sie erst einmal viele Fragen klären.

 

Sollen wir eine Familie gründen? Wichtige Fragen

  • Partner Viele Menschen sind verunsichert, ob der Partner, mit dem sie zusammenleben, die richtige Wahl ist. Der Wunsch nach wahrer Liebe und danach, zusammen alt zu werden, ist da, doch die Generation der 20 - 35-jährigen ist geprägt von Trennungen. Man fragt sich vorab, ob die Beziehung stabil und beständig genug für die gemeinsame Zukunft ist. Schließlich ist mit dem Nachwuchs auch Verantwortung verbunden, die den Alltag einschneidend verändert.

  • Finanzielle Unabhängigkeit Vor allem werden sich die finanziellen Möglichkeiten verändern. Was man sich mit einem Zwei-Personen-Haushalt leisten konnte, wird nicht mehr möglich sein, vor allem wenn ein Elternteil für die ersten Jahre beruflich zurückstecken muss. Der Verzicht auf Karriere und Einschränkungen beim Lebensstandard sowie Veränderungen des Alltagsrhythmus schrecken viele Paare ab. Lieber schiebt man den Wunsch ins zeitlich Ungewisse, bis die Erfüllung eventuell aus biologischen Hintergründen nicht mehr möglich ist.

  • Timing Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt stellt sich natürlich auch. Für einige wird er nie kommen, andere richten ihren Lebensweg danach aus und manch einem überkommt der Wunsch nach dem Kind auch überraschend über Nacht. Es fühlt sich nach einem inneren Gefühl an, sich bewusst darüber zu werden, man könne schon Verantwortung für einen Menschen übernehmen, der ganz und gar auf einen angewiesen ist.

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Familie gibt es keine Kompromisse. Natürlich sollte man keine Pro- und Kontra-Liste dazu anfertigen. Aber man sollte sich vorab über die damit verbundenen Veränderungen bewusst sein und den Wunsch realistisch abwägen. Nicht immer lassen sich derartig einschneidende Entscheidungen selber fällen, lassen sich Zweifel mit Freunden und Familie aus dem Weg räumen. Manchmal hilft es, sich eine objektive und professionelle Meinung einzuholen und sich mit erfahrenen Beratern zusammenzusetzen. Unterstützung bieten hier spezialisierte Psychologen oder Beratungsstellen wie sie beispielsweise von der Caritas betrieben werden. Wer keine Berührungsängste mit Esoterik hat, kann sich auch mit Lebensberatern wie denen von astrotv.de über seine Gedanken, Gefühle, Ängste und Zweifel unterhalten. Meinungen Außenstehender haben in jedem Fall eine ganz andere Wirkung und können Aspekte aufzeigen, die man in dieser Frage bisher selbst noch nicht wahrgenommen hat.


 

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