Stricken und Häkeln kommen auch bei Jüngeren wieder in Mode, denn selbstgemachte Kleidung hat einen eigenen Charme und Stil. Es braucht nur gute Wolle, Strick- oder Häkelnadeln, Geduld und natürlich eine klare Vorstellung von dem, was daraus entstehen soll. Wer noch nicht so erfahren damit ist, kann auf fertige Strickanleitungen zurückgreifen, die beispielsweise bei trendgarne.de bestellt werden können. Dort gibt es zudem auch gleich alle notwendigen Materialien wie Wolle und Garne, spezielle Sockenwolle und sogar Fertigwaren wie farbenfrohe Mützen, Tücher oder Stricksocken für alle, die zwar selbstgemachte Sachen mögen, aber keine Lust haben, selber zu Nadel und Wolle zu greifen.

 

Faden an Faden, Masche an Masche

Stricken ist eine sehr alte Methode der Textilverarbeitung, die bereits seit hunderten von Jahren praktiziert wird. Mithilfe von zwei Stricknadeln wird ein spezielles Strickgarn, das aus Wolle, Baumwolle, Seide, Viskose oder Kunstfasern bestehen kann, maschenweise miteinander verwoben, wodurch ein dickes, wärmeisolierendes und je nach Maschengröße mehr oder weniger durchsichtiges Textil entsteht. Gestrickt werden können nahezu alle Arten von Kleidungsstücken, wobei meistens Strümpfe, Schals, Mützen, Pullover, Röcke oder Jacken gefertigt werden. Ebenso können Gardinen, Teppiche, Deckchen oder andere Haustextilien gestrickt werden, auch Eierwärmer für das Frühstücksei oder Topflappen sind besonders bei Anfängern beliebte Strickmotive.

 

Im Vergleich zum Stricken ist Häkeln deutlich jünger, das erst im 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Anders als beim Stricken wird nur eine Nadel verwendet, die nicht wie die Stricknadeln eine glatte Spitze aufweist, sondern den namensgebenden Haken. Dieser Haken wird genutzt, um den Faden durch eine oder mehrere bereits gefertigte Maschen zu ziehen und auf diese Weise ein Gewebe zu fertigen. Gehäkelte Stücke sind deutlich weniger elastisch als Strickwaren, außerdem gibt es Unterarten des klassischen Häkelns, bei denen sehr kunstvolle Gebilde – etwa bei Tischdecken – entstehen.

 

Amigurumi und Boshi

Die Freude an der Arbeit mit Nadeln und Wolle ist übrigens international, so werden in Japan gerne kleine Tierpuppen, Gegenstände oder Lebensmittel aus bunter Wolle gestrickt oder gehäkelt, die nicht nur bei Kindern gut ankommen. Amigurumi nennt sich dieser Trend, der sich auch auf Europa ausbreiten könnte, denn die kleinen Puppen erinnern oft stark an Manga- oder Videospielcharaktere. Amigurumi setzt sich übrigens aus zwei japanischen Verben zusammen, „amu“ (stricken) und „kurumu“ (verpacken). Boshi hingegen ist ein Trend, der japanisch klingt (und tatsächlich auch dem japanischen Wort „böshi“ (Mütze oder Hut) entlehnt ist), der allerdings von zwei deutschen Studenten und ihrer Begeisterung für bunte, selbstgemachte Mützen ausgelöst wurde.

 

 

Bildquelle: S. Hofschlaeger  / pixelio.de