Als Eltern steht man irgendwann vor dem Kauf des ersten Fahrrads für das eigene Kind. Dieses stellt, neben den ersten Laufschritten, einen wichtigen Punkt auf dem Weg zur eigenen Mobilität des Kindes dar. Wer sich auf die Suche nach einem Kinderfahrrad begibt, wird schnell merken, dass es eine schier unüberschaubare Vielfalt gibt. Die Preise variieren erheblich, und auch hinsichtlich der Ausstattungsmerkmale unterscheiden sich die Räder teils deutlich. Um bei dieser Fülle an Möglichkeiten die beste Wahl für seinen Sprössling zu treffen, sollten Sie beim Kauf eines Fahrrads und dem nötigen Zubehör die folgenden Punkte beachten.

Die wichtigsten Merkmale

Der zunächst schwierigste Aspekt des Radfahrens ist es, ein Gefühl für das richtige Gleichgewicht zu finden. Dafür ist im Kleinkindalter ein Laufrad oder ein Roller das perfekte Lernobjekt. Dabei merkt das Kind, dass für eine gewisse Stabilität auch Geschwindigkeit notwendig ist. Gerade in puncto Stabilität sind wir beim ersten Ausstattungsmerkmal angelangt, auf das Sie beim Fahrrad achten sollten:

  • Stützräder, ja oder nein: Seit Jahrzehnten lernen junge Kinder das Fahrrad fahren mithilfe von Stützrädern. Sie werden innerhalb weniger Minuten an der Hinterachse montiert und verhindern bei langsamer Fahrt, dass das Kind samt Rad umkippt. Doch seit Kurzem werden Zweifel laut, ob es überhaupt sinnvoll ist, Stützräder einzusetzen. Durch den Einsatz von Stützrädern wird nämlich ein statischer Gleichgewichtszustand erreicht, der verhindert, dass Kinder mit eigenen Ausgleichsbewegungen die Balance finden. Das Kind sollte aber gleich von Anfang an lernen, durch Gewichtsverlagerung eine stabile Kontrolle über das Rad zu finden.

  • Der passende Helm: Wichtiger sogar als das Fahrrad selbst ist ein passender Helm. Gerade zu Anfang, wenn das Kind noch etwas wackelig auf dem Rad unterwegs ist, kann ein Helm schlimme Verletzungen der Kopfpartie vermeiden. Beim Kauf sollte man unbedingt auf die richtige Größe und eine komfortable Passform achten. So sollte ein Helm weder zu locker noch zu fest sitzen und im Laufe der Zeit mit dem Wachsen des Kopfes ausgetauscht werden.

  • Das Fahrrad selbst: Der ausschlaggebende Faktor, ob ein Kind sich auf dem Rad wohlfühlt oder nicht, ist die Größe des Rahmens und der Räder. Die müssen in jedem Fall individuell ermittelt werden und sind vom körperlichen Entwicklungsstand des Kindes abhängig. Des Weiteren haben sich bei Kinderrädern Schutzbleche, Gepäckträger und eine Nabenschaltung als sinnvoll erwiesen. Die schicker aussehenden Mountainbikes punkten hingegen mit ihrer Optik und ihrer Vielseitigkeit und lassen sich für den Alltagsgebrauch z.B. mit Steckschutzblechen nachrüsten. Wenn Sie als Eltern Ihr Kind auf Touren mitnehmen und ihm die Schönheit der Natur nicht zuletzt anhand von Fahrradtouren durch unterschiedliches Gelände aufzeigen möchten, stellen Mountainbikes definitiv die richtige Wahl dar.

Zeit zum Lernen

Haben Sie ein passendes Fahrrad für Ihren Sprössling gefunden, können Sie sich nun der Praxis widmen. Gerade ohne die Verwendung von Stützrädern sind die ersten Fahrten sicherlich etwas wackelig, weshalb ein sicheres Umfeld und ausreichend Zeit zum Lernen nötig sind. Mit etwas Geduld wird Ihr Kind so die ersten Schritte zu einer mobilen Freiheit machen.


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