Ein Mensch wird neugierig, aufmerksam und interessiert geboren. Fragen stellen, die auch für die Eltern knifflig werden können, Dinge auf Geschmack, Beschaffenheit, Geräusch und Geruch testen, Situationen nachspielen, Reaktionen auslösen, sich stundenlang mit primitivsten Dingen befassen: Kinder wollen lernen. 




Sie möchten Zusammenhänge verstehen, sie haben kreative Gedankenansätze und das Erlernen neuer Fähigkeiten bereitet den Kleinen in der Regel viel Freude. Doch spätestens in der Schule merken viele, auch sehr motivierte Eltern, dass die Freude am Lernen schnell schwindet und das Interesse sich zu verflüchtigen scheint, jedenfalls wenn es um die Betätigung Schule geht.

Schule und Lernmotivation

Über 720.000 Kinder haben ihre schulische Laufbahn in diesem Schuljahr begonnen. Die meisten davon besuchen die Grundschule erstmalig in Nordrhein-Westphalen mit fast 160.000 Kindern. All diese Kinder verbindet eine riesige Motivation: Schule wurde bereits im Kindergarten gespielt und nun ist es an der Zeit, sie auch in der Realität kennenzulernen. Vor allem in der ersten Klasse wird häufig sehr spielerisch und liebevoll die Lust am Lernen unterstützt, doch der Frust kann sich dennoch relativ schnell einstellen. Erstaunlich, aber viele Kinder erleben bereits die ersten Misserfolge im Laufe der ersten drei Monate ihrer schulischen Laufbahn und dort beginnt auch der Anfang der negativen Gefühle wie Frust, Versagensängste, Verweigerung und Enttäuschung.

Um die Schule positiv zu besetzen dürfen die Eltern die Verantwortung zum Lernverhalten des Kindes nicht aus der Hand legen. Beginnend mit den Utensilien für den Unterricht, wie z. B. Hefte, Bücher, die Federtasche oder ein Rucksack. Es ist von Vorteil, die Kinder in diese Entscheidungen miteinzubeziehen. Beispielweise mit einem schönen Ergobag Schulranzen können die Kinder ihre eigenen Vorlieben äußern und eine positive Bindung zum Alltagsbegleiter aufbauen, ob mit Dinos, Ponys oder Blumen. Entscheidungen treffen ist im jüngsten Alter schon wichtig und mit spielerischen, kleinen Erfahrungen können die Kinder lernen, dass ihre Meinung wichtig ist und ernst genommen wird sowie Freude empfinden, wenn sie an die Schule denken.


Alltag und Stress: Demotivierende Faktoren

Den Einbruch der Motivation, Wissbegierde und Lust bringen vor allem negative Erlebnisse, die auf das kleine Kind aufprallen. Dazu gehört nicht zuletzt der Druck, den die Eltern machen. Die Eltern wünschen sich, natürlich mit bester Absicht, eine solide schulische Bildung für den Nachwuchs, denn ein gutes Abitur eröffnet Perspektiven und mindestens ein vernünftiger Realschulabschluss ist notwendig, um einen betrieblichen Ausbildungsplatz im größeren Unternehmen zu bekommen. Doch leider verbinden die Eltern den Druck und Ehrgeiz des Kindes häufig mit Versagensängsten und behandeln den kleinen Schüler entsprechend. Demotivierende, negative Sätze begleiten den Alltag der meisten deutschen Familien und prägen das Kind für eine lange Zeit. Dabei ist die Absicht der Eltern, Verständnis und Mitgefühl auszudrücken, keinerlei negativ. Was beim Kind ankommt ist dennoch die Botschaft:

  • Je früher Du mit den Hausaufgaben anfängst, desto schneller bist Du sie los!

Ein nett gemeinter Rat, der dem Kind im Vorfeld suggeriert, dass es sich beim Machen von Hausaufgaben um eine lästige und anstrengende Tätigkeit handelt, die es loszuwerden gilt. Besser wäre es, den Satz positiv aufzubauen:

  • Ich freue mich schon richtig darauf, mit Dir Hausaufgaben zu machen. Ich sehe echt gern, wie gut Du es kannst.

Ein weiterer typischer Satz, den viele Kinder hören, bezieht sich häufig auf die komplizierten Fächer wie z. B. Mathe:

  • Ja, ich weiß, dass das Fach blöd ist. Aber wir müssen es machen…/ nützt nichts… / Du bekommst sonst wieder eine schlechte Zensur.

Das stetige Erinnern des Kindes an die Schwierigkeiten in dem Fach ist ebenfalls kontraproduktiv, da das Kind immer wieder auch das negative Gefühl der Eltern mit der Tätigkeit konditioniert. Besser:

  • Wir werden richtig stolz auf uns sein, wenn wir das geschafft haben.

Grundsätzlich gilt es aber, das Interesse und die Neugier des Kindes zu erhalten und dazu ist es wichtig, schon lange vor dem Beginn der schulischen Laufbahn damit anzufangen. Aus diesem Grund sollten alle Eltern dieser Welt folgende Killer-Sätze als Antwort auf die Fragen der Kleinen aus ihrem Repertoire streichen:

  • Das verstehst Du nicht.
  • Da bist Du zu klein für.
  • Weil es so ist. / Weil ich es gesagt habe.

 

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