Welche Eltern, Grosseltern, Tanten und Onkel kennen das stundenlange Spiel mit den süssen Kleinen auf dem Boden nicht? – Besonders dankbar ist man den Gastgebern, wenn Sie einen behaglichen Bodenbelag wählten, auf dem sich angenehm sitzen lässt. 

Zugegeben, nirgends springen Murmeln so schwungvoll in die Höhe oder kullern so geräuschvoll durch den Raum wie auf Keramikfliesen und Naturstein. Doch gemessen am kindlichen Spiel am Boden hören die Vorzüge von Hartbelägen bald danach auf.

Fällt ein schwerer Gegenstand zu Boden, zerspringt schon mal eine Fliese. Und langes Sitzen ohne kalte Füsse ist eher schwierig zu bewerkstelligen. Aus Sicht der Kinder eignen sich behagliche Beläge wie Teppich und Holz deswegen besser.

Echtholzbeläge mit oxydativ geölter Oberfläche lassen direkten Holzkontakt zu und fühlen sich stets behaglich warm an. Um die Holzoberfläche widerstandsfähig und schmutzabweisend zu machen, wird Öl in die vorgängig gereinigten Holzporen einmassiert und härtet darin aus. Bei Betrachtung unter einem Mikroskop wird erkennbar, dass das einpolierte Öl wie zwischen Bergspitzen im Tal zu liegen kommt. Die Spitzen des Holzes hingegen bleiben frei von Öl. Das Holz bleibt spürbar und kann weiterhin seine natürlichen Vorzüge entfalten. So nimmt es beispielsweise Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab oder lädt sich nicht statisch auf, was wiederum Flusenwirbel verhindert. Oxydativ geölte Oberflächen zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie parziell repariert werden können. Rufen Kinder durch das Spiel am Boden Oberflächenbeschädigungen hervor, muss nicht wie beim Lack der ganze Boden geschliffen, sondern nur die beschädigte Stelle repariert und neu geölt werden.

Bei Versiegelungen hingegen wird ein Lack aufgetragen, welcher auf dem Holz trocknet, eine geschlossene Oberfläche bildet und so den direkten Kontakt zum Naturbaustoff unterbindet. Kinder und Erwachsene sitzen bei versiegelten Oberflächen also nicht mehr auf dem Holz, sondern auf dem Lack. 

Doch die Frage nach der Oberflächenbehandlung von Holz stellt sich nicht nur bei Parkett. Viele Erwachsene entscheiden sich für hölzernes Kinderspielzeug, weil sie etwas Nachhaltiges, Natürliches und Gesundes schenken wollen. Wenn der Anbieter aber das Holz mit ungeeigneten, zum Beispiel lösemittelhaltigen, Mitteln schützt, verpufft die positive Absicht der Schenkenden. Dabei gibt es sogenannt «speichelechte» Oberflächenbehandlungen. Spielzeuge, welche mit diesen zertifizierten, ökologischen Produkten behandelt wurden, können von Kindern unbedenklich in den Mund genommen werden. Bei der Wahl der geeigneten Holzschutz- und Pflegemittel berücksichtigen Oberflächenspezialisten wie die Schweizer Firma Graf Parkett denn auch Faktoren, die über eine standardmässige Werksbehandlung von Holz hinausgehen. Gerade in Verbindung mit Kinderspielzeug und in Berührung mit Lebensmitteln – beispielsweise auf hölzernen Schneidebrettern oder Arbeitsplatten – empfiehlt sich deswegen, auf das Know-how von Oberflächenfachleuten zu vertrauen.