Jeden Frühling beginnt sie wieder: die Skatesaison. Und was die Großen können, das wollen die Kleinen auch lernen. Kinder wetzen mit ihren Inline-Skates wild umher und üben waghalsige Manöver. Deswegen ist es für Eltern wichtig, auf ein paar Dinge zu achten, damit die Kleinen sich ungetrübtem Skate-Spaß hingeben können.

Inline Skating – Trendsport aus Amerika

Obwohl der Trend der Inline-Skates 1990 aus den USA hierher schwappte, ist die eigentliche Geschichte der Rollschuhe fast 250 Jahre alt. Der Belgier Jean-Joseph Merlin erfand 1760 den Rollschuh – hier waren bereits die Rollen hintereinander angeordnet. Die gute Idee hatte ihre Fehler in der Umsetzung: Die Rollschuhe waren schwer steuerbar, und die Bremstechnik fehlte. Weitere erfolglose Versuche folgten. Nachdem 1863 der Amerikaner J. L. Pimpton je zwei Rollen nebeneinander anordnete, war dies die vorherrschende Form des Rollschuhs – die Vorläufer der Inliner gerieten in Vergessenheit. Der Eishockeyspieler Scott Olson kam dann auf die Idee, Inliner herzustellen, damit auch im Sommer für Eishockey trainiert werden konnte. Der Beginn eines Boom, der bis heute anhält.

Die Wahl des richtigen Schuhs

Die Sportart macht nicht nur Spaß, sie trainiert auch motorische Fähigkeiten wie Koordination und Gleichgewichtssinn. Daher ist die Wahl des richtigen Schuhs entscheidend. Intersport hat online eine große Auswahl an Inline-Skates für Kinder, folgende Kriterien sind bei der Auswahl zu beachten:

  • Die Schuhe müssen gut passen. Falls größere gekauft werden, damit die Füße wachsen können, dürfen sie maximal zwei Nummern zu groß sein. Der Platz kann mit Einlagen ausgeglichen werden.
  • Es gibt allerdings auch größenverstellbare Skates. Diese sind etwa 50 Euro teurer, dafür spart man sich den Kauf eines weiteren Paares, wenn die Füße wachsen. Den entsprechenden Bericht der Stiftung Warentest kann man hier nachlesen.
  • Die Innennähte und Plastikelemente dürfen nicht scheuern.
  • Die Ferse braucht einen guten Halt und darf sich nicht hin- und herbewegen.
  • Der Schaft darf nicht zu hoch sein. Es muss ohne Weiteres möglich sein, das Knie zu beugen.
  • Die Schnallen und Schnüre dürfen keine Druckstellen hinterlassen.
  • Die Bremsstopper sollten aus Gummi sein und in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden.

Weitere Tipps, damit es sicher losgehen kann

Besonders wichtig ist die Schutzausrüstung. Für Kinder sind Knie-, Ellenbogen- und auch Handgelenkschoner unerlässlich. Eine weitere Empfehlung ist die Benutzung eines Helms, da Kopfverletzungen bei Kindern schnell gefährlich werden können. Ähnlich wie beim Fahrradhelm sollte auch hier auf die richtige Passform geachtet werden. Das Sortiment an Helmen hat sich in den letzten Jahren ausgeweitet, sodass auch "coole" Modelle wie BMX-Helme erhältlich sind. Oft werden auch Anfängerkurse angeboten, in denen Kinder die richtigen Fahrtechniken lernen. Auch dies kann eine Form der Unfallprävention sein. Waghalsige Manöver und andere "Moves" gehören zum Inline Skaten dazu. Nimmt man sich die Tipps für mehr Sicherheit zu Herzen, kann man dabei entspannt bleiben und den Kindern sorgenfrei zuschauen. 

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