Spielen und Lernen

Idealerweise ist bei Kindern Spielen und Lernen ineinander verzahnt. Kinder sind neugierig und wollen von Natur aus Dinge begreifen. Sie üben unermüdlich, wenn Sie etwas Lernen möchten. Gute Laune ist die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Wenn Kinder gerne und ohne Angst bzw. Druck lernen können, behalten Sie das Gelernte nicht nur, sondern können auch kreativ damit umgehen.

Quelle: www.pixelquelle.deUm Musik machen zu können, muss Euer Kind erst zuhören lernen. Am einfachsten lernt es, auf den Rhythmus eines Liedes zu hören, wenn Ihr es im Takt auf den Knien reiten lasst. Häufiges gemeinsames Singen, Singspiele, einfache Musikinstrumente oder auch Alltagsgegenständen, die Töne ergeben, sind ideale Voraussetzungen für die Ausbildung von musikalischen Fähigkeiten.

Wenn die sozialen Fähigkeiten von Kindern gefördert werden, entwickeln sie ein stabiles Selbstvertrauen sowie Selbstachtung. Es hilft ihnen auch, um Gesprächsfähigkeiten zu entwickeln, soziale Regeln zu verstehen und Toleranz gegenüber anderen Kindern zu entwickeln.

Die sozialen Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben. Durch die Entwicklung guter sozialer Fähigkeiten erhalten wir die Fähigkeit, positive Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Kinder beginnen soziale Fähigkeiten früh in ihrem Leben zu lernen. Sie beobachten ständig die Aktionen ihrer Eltern, Familie und Verwandten und imitieren sie. Wenn sie älter werden, knüpfen Sie soziale Kontakte durch das Spielen mit anderen Kindern.

Soziale Fähigkeiten können mit gutem Vorbild und bestimmten Spielmöglichkeiten gefördert werden:

  • Kaufladen – es ist nicht unbedingt ein weiteres Möbelstück notwendig, denn auch ein kleiner Tisch, Regal kann umfunktioniert werden. Zum Zahlen können Knöpfe oder selbst gebasteltes Geld dienen. Dieses Spiel ermöglicht es den Kindern Erwachsene nachahmen, und kann außerdem mathematische Fähigkeiten unterstützen
  • Verkleiden – dies fördert Phantasie und Koordination. Durch das Verkleiden übt das Kind das Anziehen und schlüpft in verschieden Rolle
  • Küche/Werkbank
  • Kasperltheater, mit Kuscheltieren spielen
  • Freunde, Gruppen, Spielplatz
     
     

Hat Euer Kind die Kontrolle über das Handgelenk gewonnen, hat der Sprössling zahllose Möglichkeiten, neue Aktivitäten und Spiele zu genießen. Um die Feinmotorik zu fördern, sind folgende Spiele zu empfehlen: 

  • Bauklötze – vorzugsweise große, die einfach zu stapeln sind

  • Straßen bauen im Sand, mit Bauklötzen etc. schult räumliche Wahrnehmung, Kontrolle des Handgelenks und Phantasie

  • Puzzle – für den Einstieg sind Holzpuzzle mit Knöpfen zu empfehlen, später Papp-Puzzle mit wenigen Teilen (ca. 6-10 Teilen) und ab 2 ½ - 3 Jahren 15-teilige Papp-Puzzle

  • Kegeln (mit Plastikflaschen oder Plastikkegelspiel) sowie Kugelbahnen (selbstgebaut aus Holzbausteinen) diese Spiele fördern den Energieabbau, schulen das Zielvermögen und den Umgang mit Bällen/Kugeln 

  • Malen mit Finger- und Wasserfarben großflächig sowie kleinflächiges Malen mit Wachsmal- und Buntstiften 

  • Kneten mit Händen (wenig Ausstechförmchen – eher ein Plastikmesser) – wertvollste Tasterfahrungen

  • Nägel einschlagen – zum Beispiel in Korkplatten

  • Sortierboxen zum Einsortieren verschiedenster Formen (z.B. Stern, Kreis etc.)

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Quelle: www.pixelquelle.deWenn ein Kind das Laufen erlernt hat, stehen ihm viele Möglichkeiten offen. Es kann sich hinsetzen wo es möchte, Spielzeug aufheben, im Kreis rennen und unternimmt erste Versuche im Klettern und Springen. Folgende Spielideen fördern die grobmotorischen Fähigkeiten Eures Kindes:

Quelle: www.pixelquelle.de„Das Spiel ist die Arbeit der Kinder“ – an dieser Feststellung ist sehr viel Wahres. Denn Kinder sind mit großem Engagement beim Spiel. Aber wenn es keinen Spaß macht, ist es kein Spiel mehr! Eltern können viel dazu beitragen, dass ein Kind spielen kann. Aber die Betonung liegt auf „beitragen“. Gerade Eltern, die von der Bedeutung des Spiels in diesem Alter wissen, organisieren das Spiel und die Spielmöglichkeit manchmal so perfekt, dass für das Kind kein „Spielraum“ mehr bleibt. „Zur Verfügung stellen“ wäre das richtigere Wort, das die Aufgabe der Eltern für das kindliche Spiel in diesem Alter beschreibt: Material, Umgebung, Beispiel und Ermutigung und manchmal auch sich selbst. Denn auch dann, wenn Eltern mit dem Kind spielen – also sich selbst zur Verfügung stellen - ist es das Kind, das die Führung behalten darf und die Eltern in seinem Spiel verwenden sollte.

Obwohl Spielen die Hauptbeschäftigung dieses Spielalters ist, sind Kleinkinder erst nach und nach in der Lage, lange Spielphasen einzuhalten. Eine amerikanische Psychologin hat bei zweieinviertel Jahre alten Kindern festgestellt, dass sie durchschnittlich nur zwölf Minuten Ausdauer für eine Spielepisode bewiesen. Mit zunehmendem Alter steigert sich diese Ausdauer. Aber im Kleinkindalter ist es eher selten, wenn ein Kind sich über eine längere Zeitspanne allein beschäftigt.

Mit dem Eintritt in die Welt der Symbole, also in der Mitte des zweiten Lebensjahres, beginnen alle Kinder zu spielen „als ob“, und aus diesem Symbolspiel wird sich zunehmend ein Rollenspiel entwickeln (zuerst allein, später dann mit anderen Kindern). Ihr Kind kann jetzt eine andere Rolle, eine andere Identität übernehmen, und jeder Gegenstand kann nun für einen anderen stehen. Mit dieser Art zu spielen experimentieren Kinder mit sich und der Umwelt, sie imitieren und üben. Kinder - so haben Psychologen erkannt - die von sich aus häufig Phantasiespiele spielen, zeigen sich im Umgang mit Anderen kompetenter, sind selbstbewusster und können besser eine fremde Perspektive einnehmen, als Kinder mit vergleichbarer Intelligenz und Geselligkeit, die jedoch weniger „als ob“ spielen.
 
 

Quelle: "Handbuch Kinder", Stiftung Warentest, Rose Riecke-Niklewski und Günter Niklewski

Kindliches Spielen & Lernen ist eng miteinander verknüpft. Kinder unterscheiden nicht zwischen dem Spiel und dem Begriff Lernen. So haben die Kleinen Freude beim Erlernen und eignen sich spielerische ihre Fähig- und Fertigkeiten an. Für Eltern ermüdende, scheinbar endlose Wiederholungen beim Spielen trainieren und festigen die Sicherheit der Handlungsabläufe der Kinder.

Deshalb liebe Eltern: Augen auf und durch!!!