Idealerweise ist bei Kindern Spielen und Lernen ineinander verzahnt. Kinder sind neugierig und wollen von Natur aus Dinge begreifen. Sie üben unermüdlich, wenn Sie etwas Lernen möchten. Gute Laune ist die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Wenn Kinder gerne und ohne Angst bzw. Druck lernen können, behalten Sie das Gelernte nicht nur, sondern können auch kreativ damit umgehen.


Das primäre Ziel der ersten Lebensjahre ist, das kindliche Gehirn zu vernetzen. Je umfassender das Gehirn in all seinen Teilbereichen dabei angesprochen wird, desto besser ist die Lernbasis. Frühes Lernen legt fest, wieviele Nervenzellen wofür angelegt werden. Kinder lernen bereits in den ersten drei Lebensjahren eigene Körperbeherrschung, die Grundlagen der Sprache, Ängste zu fühlen und überwinden, Grenzen testen oder auch Lösungsideen zu entwickeln. 
 
 
Für all das benutzen die Kinder ihre Sinne, den Körper und ihre Gefühle. Kleinkinder lernen vor allem über Beobachtung und Nachahmung. Liebevolle Ermutigungen unterstützen den Lernwillen am besten. Kinder werden somit ermutigt, selbständig auszuprobieren und eignen sich dabei Lernkompetenz an.

Als Eltern kann man den Kindern durch einen anregenden Rahmen die besten Lernvoraussetzungen schaffen:

  • Angenehme Raumgestaltung (ansprechendes, nicht überhäuftes Spielzimmer)

  • Alltagsgegenstände zur Verfügung stellen z.B. scharfes Messer für Tomaten schneiden, Hammer zum Nageln – den Kindern etwas Zutrauen

  • Interessen z.B. an Zahlen fördern und durch Spielideen dem Kind auf unterschiedliche Weise nahe bringen 

  • Kontakt unter Gleichaltrigen pflegen und anregen

  • Tagesrhythmus pflegen

  • Positive Fähigkeiten des Kindes hervorheben 

  • Lob und Ermutigung  

Jedes Kind hat einen selbst gesteuerten Lernwillen, den man lediglich Futter geben kann. Wird Wissen aufgedrängt verweigern sich die Kinder zumeist und ihre Lernfreude wird gehemmt. Deshalb sollten wir als Eltern uns bewusst machen, dass jedes Kind sein eigenes Lernverhalten und -tempo hat.