Es gibt zahlreiche Ratgeber, die Eltern erklären, wie sie ihren Kindern den richtigen Umgang mit modernen Medien beibringen und ihre Kids in die digitale Welt begleiten können. Was dabei nur allzu oft vergessen wird, sind Hinweise auf sogenannte Clickbaits und Fake News. Nicht nur, dass in sozialen Medien Wahrheiten gerne verdreht werden, viele Inhalte, die sich hinter reißerischen Überschriften verbergen, sind zudem wenig kindgerecht.



Clickbaiting: Was steckt dahinter?

Sobald Kinder in einem Alter sind, in dem sie das Internet selbstständig und selbstverständlich für Recherchen nutzen – z.B. für Hausaufgaben – müssen sie lernen hilfreiche Informationen von unseriösen zu unterscheiden. Im Rahmen der JIM Studie von 2016 (Grafiken hier als PDF) gaben immerhin 18 Prozent der Jungen und 11 Prozent der Mädchen an, bei einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten auf das Internet zu vertrauen. Eltern sollten ihre Kinder daher schon frühzeitig über die Qualität bestimmter Informationsquellen aufklären und Muster aufzeigen, anhand derer man eine vertrauenswürdige Quelle ausmacht. Beispiel Clickbait: Reißerische, emotionalisierende und skandalisierende Überschriften sind meist ein Zeichen dafür, dass mit den Inhalten lediglich Clicks generiert werden sollen. Die Informationen, die sich hinter solchen Überschriften verbergen, sind bestenfalls spärlich und im schlimmsten Fall sogar verstörend. Das können etwa viral über soziale Netzwerke verbreitete Schockgeschichten mit Bild- und Videoinhalten sein, die weder informativ noch kindgerecht sind. Eltern sollten ihren Kindern schon früh solche Mechanismen im Webs erklären und aufzeigen, warum solche Inhalte erstellt werden, was damit bezweckt werden soll und dass diese kaum als Recherchequelle für Hausaufgaben geeignet sind. Weitere Informationen zu Clickbaiting gibt es beispielsweise unter https://hosting.1und1.de/digitalguide/online-marketing/verkaufen-im-internet/was-steckt-hinter-clickbaiting/.

Fake News entlarven

Schwieriger verhält es sich mit Fake News: Indem unabhängige Medien von bestimmten politischen Lagern für befangen oder lügenhaft erklärt werden, werden Wahrheit und Deutungshoheit in einer breiten Öffentlichkeit zu Streitpunkten. Diese Problematik sollten Eltern auch mit ihren Kindern diskutieren und Informationen immer genau prüfen und mit anderen Medien abgleichen. Dieser Artikel erläutert, dass Eltern beispielsweise auch erklären sollten, warum manche Menschen falsche Nachrichten verbreiten. Wieder gilt es die Beweggründe aufzuzeigen: Manipulation, Klicks erzeugen oder Propaganda könnten die Gründe für abweichende Darstellungen im Netz sein. Wichtig ist außerdem, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass sie selbst Informationen auf ihre Plausibilität hinterfragen sollten. Wie man falsche Nachrichten entlarvt, wird in einem Tutorial unter http://www.br.de/sogehtmedien/stimmt-das/luegen-erkennen/un-wahrheiten-luegen-erkennen124.html so erklärt, dass es auch für Kinder verständlich ist. Last but not least sollten Eltern auch kindgerechte Medien als Alternativen aufzeigen: Kindersuchmaschinen wie www.blinde-kuh.de sind kindgerechte Einstiege ins Netz und lassen sich mit wenigen Klicks am Computer oder Smartphone der Kinder als Startseite einrichten. Neben einer Suchfunktion für Kinder bietet die Seite auch eine Übersicht mit aktuellen Nachrichten, die speziell von Seiten stammen, die sich für Kinder eignen.  

 

 

Bildrechte: Flickr CoderDojo Linz Rainer Stropek CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten