Wir alle müssen täglich genügend Vitamine aufnehmen. Doch in der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf zum Teil höher, denn das Kind wird über die Mutter mit versorgt. Doch welche Vitamine sind in der Schwangerschaft besonders wichtig und werden in einer höheren Dosis benötigt? Diese Frage wird nachfolgend beantwortet.





 Die richtige Zufuhr an Vitaminen in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft ist die ausreichende Versorgung des Körpers mit wichtigen Vitaminen unerlässlich. Er muss in dieser Zeit enorme Leistungen erbringen und die Energiereserven müssen regelmäßig aufgefüllt werden, was vorwiegend für die Vitaminspeicher gilt. Die verschiedenen Vitamine machen den Körper leistungsfähig. Sie stärken das Immun- und Nervensystem, was in der Schwangerschaft besonders belastet ist. Zudem wirken die Vitamine beim Aufbau der Hormone, Enzyme und Blutzellen mit und sorgen dafür, dass sich das Kind optimal entwickelt. Unter vitamindoctor.com wird ausführlich erläutert, welche Vitamine wichtig sind. Zudem werden Tipps zur Wirkung, Dosierung und Einnahmeempfehlung gegeben.

Welche Vitamine sind notwendig und wie kann der Bedarf gedeckt werden?

 * Folsäure

Folsäure ist insbesondere vor (bei einem Kinderwunsch) und in der frühen Schwangerschaft wichtig, damit sich das Skelett und die inneren Organe des Kindes optimal entwickeln. Ein Mangel kann für das Baby schwerwiegende gesundheitliche Folgen wie Neuralrohrdefekte (offener Rücken) und im Bereich des Schädels des Ungeborenen haben. Ein Folsäuremangel begünstigt bei Schwangeren zudem eine Anämie (Blutarmut). Auch dies wirkt sich wiederum negativ auf die Entwicklung des Kindes aus. Daher sollten Folsäuretabletten eingenommen werden. Der Körper kann Jod nicht selbst herstellen, sodass die Versorgung ausschließlich über die Nahrung erfolgt. Der Bedarf an Folsäure ist in dieser Zeit mindestens doppelt so hoch wie sonst. Folsäurehaltige Lebensmittel sind beispielsweise Spinat, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Spargel, Tomaten, Weizenkeime, Bananen, Mango und Apfelsinen.

* Jod

Der Jodbedarf ist in der Schwangerschaft ebenfalls um rund 20 Prozent erhöht, sodass die Nährstoffversorgung entsprechend angepasst werden sollte. Die ausreichende Versorgung ist unverzichtbar, damit das Ungeborene gesund wächst. Ein Mangel erhöht das Risiko einer Fehlgeburt und von Fehlbildungen. Jod unterstützt zudem die Entwicklung des Gehirns.

* Vitamin B6 und B12

Das Vitamin B6 ist in der Schwangerschaft für die Entwicklung eines gesunden Hirns und Nervensystems wichtig. Es ist in Kartoffeln, Bananen, Walnüssen und grünem Gemüse enthalten. Das Vitamin B12 unterstützt die Blutbildung und den Zellaufbau. Es wird durch Fleisch, Fisch und Milch geliefert.

* Vitamin D

In der Schwangerschaft und Stillzeit ist auch das Vitamin D wichtig. Der Körper bildet es unter Sonneneinstrahlung selbst, sodass sich Schwangere möglichst häufig an der frischen Luft aufhalten sollten. Ein Vitamin D-Mangel kann zur Rachitis (Knochenerweichung), zu Schädelverformungen und einem verzögerten Fontanellenschluss beim Neugeborenen führen. Vitamin-D-reiche Lebensmittel sind fetter Seefisch wie Lachs, Steinpilze und Avocado. Häufige Aufenthalte im Freien unterstützen die ausreichende Versorgung.

* Vitamin C

Die Schwangerschaft verlangt dem Körper viel ab. Zur Stärkung des Immunsystems sollte ihm ausreichend Vitamin C zugeführt werden. Daneben benötigen das Bindegewebe, die Knochen und Zähne dieses Vitamin, das in Obst und Gemüse wie schwarzen Johannisbeeren, Paprika, Brokkoli und Erdbeeren enthalten ist.

Fazit
Vitamine spielen in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Sie sorgen für eine optimale Entwicklung des Babys. Bis auf eine zusätzliche Einnahme der Folsäure und eventuell Jod müssen in der Regel keine Vitaminpräparate eingenommen werden. Der Mehrbedarf der Vitamine kann durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit ausreichend frischem Obst und Gemüse gut gedeckt werden. Vollkornprodukte sollten ebenfalls gegessen werden.

 

Bildquelle: Stephanie Hoschlaeger  / pixelio.de