Im Verlauf einer Schwangerschaft können zunehmend Beschwerden wie Rückenschmerzen, geschwollene Beine, Schmerzen in den Fußgelenken und Krampfadern auftreten. In den letzten Monaten kommt es zu vermehrten Wassereinlagerungen im Körper, die sich vor allem in Beinen und Füssen bemerkbar machen. Die richtigen Schuhe tragen dazu bei, diese typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu reduzieren.

 


Welches Schuhwerk sollte bevorzugt werden?
Grundsätzlich sollten keine Schlappen oder locker sitzende Schuhe getragen werden. Sie geben dem Fuß kaum Halt und steigern das Sturzrisiko. Ebenso schlecht sind High Heels während der Schwangerschaft. Sie zwingen die Wirbelsäule in eine sehr ungesunde Haltung mit ausgeprägtem Hohlkreuz, was Rückenschmerzen verursacht. In dieser Haltung drückt auch das Baby verstärkt auf die Blutgefäße, die die Beine der Mutter versorgen. Die Folge ist eine schlechtere Durchblutung der Beine, mehr Krampfadern und Wassereinlagerungen.
Empfohlen wird ein zwei bis drei Zentimeter hoher, breiter Absatz. Die Schuhe sollten ohne Schnürung oder sonstige Verschlüsse bequem zum Hineinschlüpfen sein. Zum Ende der Schwangerschaft ist ein langer Schuhlöffel eine gute Hilfe, wenn das Bücken schwer fällt.

Was sollte ein "gesunder Schuh" mit sich bringen?
Der Schuh sollte auf jeden Fall aus einem atmungsaktiven Material bestehen. Am besten schafft man zwei Paar bequeme Schuhe an, die im täglichen Wechsel getragen werden, damit sie lange genug auslüften können.
Zudem muss die Passform unbedingt stimmen. Zu enge Schuhe bereiten vermehrt Schmerzen, wenn im Laufe des Tages die Füße anschwellen. Wie bereits erwähnt, stellen zu weite Schuhe ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Detaillierte Informationen zur Bestimmung der richten Passform  erhalten Sie auf dieser Website.

Es ist zusätzlich darauf zu achten, dass die Schuhe breit genug sind und nicht einschnüren. Sehr empfehlenswert sind Schuhe, die das Fußgelenk stützen. So können Wassereinlagerungen und Gelenkschmerzen deutlich reduziert werden. Ideal ist eine Luftpolstersohle oder ein Fußbett, um brennenden und schmerzenden Fußsohlen vorzubeugen.


Auch die Schuhgröße kann sich im Verlauf der Schwangerschaft verändern. Oft kaufen werdende Mütter gegen Ende der Schwangerschaft ihre Schuhe eine Nummer größer. Das kann durch Wassereinlagerungen verursacht sein, aber möglicherweise bleibt die größere Schuhgröße nach der Entbindung erhalten. Ursache sind hier die gegen Ende der Schwangerschaft verstärkt ausgeschütteten Wachstumshormone im Körper der Schwangeren. Die Fußknochen können in dieser Zeit noch circa einen Zentimeter wachsen.

Welche Übungen können den Körper entlasten?
In den letzten Schwangerschaftsmonaten sollte viel barfuß gelaufen werden, das stärkt die Durchblutung und vermindert Krampfadern. Bei längerem Stehen kann das Gewicht von den Fersen auf die Zehen und zurück verlagert werden (Wippen), das hilft gegen gestaute Venen. Die Beine öfters hochlagern, um die Venen zu entlasten und Schwellungen schneller zum Abklingen zu bringen.


 

Bildquelle: Guenter Hamich  / pixelio.de