Spezielle Untersuchungen

Eine Amniozentese wird in der Regel zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt, da sich erst genügend Fruchtwasser gebildet haben muß. Der Arzt entnimmt durch die Bauchdecke der Mutter ca. 15-20 ml Fruchtwasser. Der Eingriff findet unter ständiger Ultraschallüberwachung statt. Aus dem Fruchtwasser werden abgefallene Haut- und Schleimhautzellen des Embryos gewonnen und aus den Zellkernen ein Chromosomenbild angefertigt. Diese Zellen sind selbst nicht mehr teilungsfähig und müssen erst im Labor in einem aufwendigen Verfahren zur Teilung gebracht werden; deshalb dauert das Untersuchungsergebnis zwei bis drei Wochen.

Der Triple-Test wird zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Aus der Blutprobe werden drei vom Feten gebildete Hormone (AFP,HCG,Östriol) bestimmt. Mit diesem und weiteren Berechnungsfaktoren wie die SSW und das Alter der Mutter wird eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit getroffen, daß das Kind krank ist. Diese Untersuchung bringt keinerlei Risiko für das Kind.

Bei dieser Untersuchung lassen sich Chromosomenanomalien, einige Enzymdefekte, Blutkrankheiten und das Geschlecht des Kind feststellen. Der Chorion (Zottenhaut) bildet die äußere Fruchthülle des Embryos. Aus der Zottenhaut und der Gebärmutterschleimhaut wird die spätere Plazenta aufgebaut. Die Zotten bedecken ab der 6. Schwangerschaftswoche die Eihaut und verschwinden bis zur 14.Woche. Die Untersuchung wird etwa in der 12. SSW durchgeführt.

Der Fehlbildungsultraschall wird ca. in der 20. SSW durchgeführt. Bei einer ausführlichen Ultraschalluntersuchung werden die inneren Organe kontrolliert, um Fehlbildungen auszuschließen. Die Untersuchung wird häufig mit einem sehr genauen Ultraschallgerät in einer Spezialpraxis ausgeführt, manchmal auch mit einem Standardgerät. Entscheidend für das Untersuchungsergebnis ist auch die Erfahrung des Arztes.

Die Doppler- bzw. Duplex-Sonografie ist eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, mit der die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (Arterien und Venen) gemessen wird. So lassen sich Gefäßverengungen aufdecken.

Mit diesem Ultraschallverfahren kann man die Blutversorgung des Fötus untersuchen. Der Dopplerultraschall macht den Blutfluß von den Gefäßen der Mutter zur Plazenta und im Körper des Föten sichtbar. Aufgrund der Blutmenge und der Fließgeschwindigkeit kann man feststellen, ob das Kind ausreichend versorgt wird.