Der Triple-Test wird zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Aus der Blutprobe werden drei vom Feten gebildete Hormone (AFP,HCG,Östriol) bestimmt. Mit diesem und weiteren Berechnungsfaktoren wie die SSW und das Alter der Mutter wird eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit getroffen, daß das Kind krank ist. Diese Untersuchung bringt keinerlei Risiko für das Kind.

Bei erhöhten Werten besteht die Gefahr eines Neuralrohrdefekts, bei zu niedrigen der einer Chromosomenstörung des Down-Syndroms. Das Testergebnis gibt aber nur eine Wahrscheinlichkeit an, es gibt keine Sicherheit. Es lassen sich etwa 70% erkrankte Kindern ausfindig machen. Unter 100 gesunden Kindern werden fünf bis sechs fälschlicherweise für Down-Kinder gehalten. Wird der Test bei Frauen durchgeführt, die älter als 35 Jahre sind, findet der Test mehr betroffene Kinder als bei jüngeren Frauen, d.h. das Kind kann sehr wohl kerngesund sein. Durch das Ergebnis des Triple-Tests kommt es bei werdenden Eltern möglicherweise unnötig zu starken Verunsicherungen. Sicherheit bei der Diagnose bringt nur eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese).

Wie bei jeder Untersuchung ist also abzuwägen, ob ein Risko für das Kind besteht und wie man als Eltern mit einem positiven Befund umgeht. Beim Tripletest gibt das Untersuchungsergebnis nur eine Wahrscheinlichkeit an, daß das Kind behindert ist. Wieviele gesunde Kinder sind aufgrund solcher falscher Diagnosen abgetrieben worden?