Das Angebot an Spielzeug für Kinder ist unüberschaubar. Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandte können hier leicht überfordert sein und nicht immer ist Spielzeug wirklich kindgerecht und sicher. So manches Spielzeug birgt sichtbare oder unsichtbare Gefahren für die Gesundheit des Kindes, ist nicht altersgerecht oder geht schnell kaputt. Damit die Spielstunde nicht mit Tränen endet, gibt es einige Dinge, auf die man achten kann.

 

Prüfsiegel
Das GS-Zeichen, ein TÜV-Siegel oder das LGA-Qualitätszertifikat sind gute Hinweise auf die Unbedenklichkeit von Spielsachen, denen man zunächst einmal guten Gewissens vertrauen darf. Hier kann man davon ausgehen, dass die Spielsachen hinreichend getestet wurden. In Labors wird das Material auf Schadstoffe untersucht und es wird getestet, ob die Spielsachen unbedenklich sind.

Jedoch weisen nicht alle Spielsachen Prüfsiegel auf. Hat das Kind im Laden sein Herz an eine Spielsache verloren, die nicht getestet wurde, sollte man in jedem Fall prüfen, ob scharfe Kanten vorhanden sind oder ob Kleinteile leicht abgetrennt und verschluckt werden können. Sicherheit geht in jedem Fall vor. Besonders bei Plastikaugen bei Plüschtieren sollte man nachprüfen, ob sie aufgeklebt oder zumindest angenäht sind. Besser sind hier aufgestickte Augen. Wenn die Spielsachen merkwürdig riechen, dann sollte man auch lieber vom Kauf absehen, denn dann kann man fast sicher sein, dass Chemikalien und Lösungsmittel verwendet wurden, die im Zweifel nicht gesund sind.

Praxistests
Eine gute Orientierungshilfe sind auch Spielzeugtester. Hier findet man Informationen über Spiele und Spielsachen, Vor- und Nachteile, Bewertungen und Einschätzungen, die dabei helfen, einen Überblick darüber zu gewinnen, was dem Kind Spaß macht, altersgerecht und unbedenklich ist. Besonders Spielzeugtester auf Youtube sind hilfreich, denn hier liest man nicht nur über die Spielsachen, sondern sieht, wie Kinder damit umgehen, ob sie daran Freude haben und auch wie belastbar die Spielsachen sind.

Material
Auch das Material kann bei der Entscheidung, welches Spielzeug gekauft wird, ein Kriterium sein. Dabei ist Plastik nicht per se schlecht. Wenn die Spielsachen aus einem Guss sind, nicht unangenehm riechen, keine Ecken oder Schweißstellen haben, dann kann man sie durchaus in Erwägung ziehen. Für den Einsatz draußen ist Plastikspielzeug besonders gut geeignet, denn feuchter Sand oder Wasser können ihm im Gegensatz zu Holz nichts anhaben.

Holzspielzeug hat im Vergleich zu Plastik natürlich den Vorteil, dass es aus natürlichen Rohstoffen gefertigt wird, nicht mit Weichmachern belastet ist und auch keine nervenden Geräusche verursacht wie so manche Spielsachen aus Plastik. Doch auch bei Holzspielsachen sollte man nicht leichtfertig sein und ebenfalls großen Wert auf die Verarbeitung legen. Die Oberfläche sollte glatt sein, damit sich das Kind nicht an Splittern verletzen kann. Ein besonderes Augenmerk verdienen die Lacke und Farben, denn diese können gesundheitsgefährdend sein. Hier kann es wie bei Plastik nicht schaden, wenn man an den Spielsachen schnuppert und den eigenen Sinnen vertraut. Die Lacke und Farben sollen nicht nur schön bunt sein, sondern auch wasserfest, gerade wenn das Kind das Spielzeug in den Mund stecken kann. Der Blaue Engel oder die bereits erwähnten Prüfsiegel geben bei der Auswahl auch hier Sicherheit.


Bildquelle: Helene Souza  / pixelio.de