Viele Eltern fragen sich, wie viel Sonne ihrem Kind gut tut, wo die Grenze zur Schädigung ist, welcher Lichtschutzfaktor bei der Sonnencreme empfehlenswert ist und wie man vorgehen soll, wenn das Kind doch einmal zuviel Sonne abbekommen hat.


Kinder haben eine sehr junge, dünne Haut - im Gegensatz zu Erwachsenen - und reagieren daher besonders empfindlich auf Sonneneinstrahlung. Da Kinder oft sehr viel Zeit im Freien verbringen, sind sie der Sonne besonders häufig ausgesetzt. Deshalb gibt es einiges zu beachten:

  • Kinder bis 12 Monate sollten besser keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden und im Schatten bleiben.

  • Kinder im Kleinkindalter dürfen nur kurze Zeit in der Sonne bleiben und sollten nicht der Mittagssonne (11-15h) ausgesetzt werden.

  • Babys, Kleinkinder und Kinder sollten eine Sommer-Kopfbedeckung bestenfalls sogar mit Nackenschutz und leichte, weite, (lange) Kleidung tragen. Zusätzlich sollten die Kleinen eingecremt werden. Mittlerweile gibt es schon Markenkleidung mit UV-Schutz. Helle Kleidung zieht zwar die Sonne nicht so an, lässt jedoch eher UV-Strahlen durch als dunkle Kleidung. 

  • Für Kinder sollte eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 15 (besser höher) verwendet werden. Wasserfeste Sonnencremes sind auf jeden Fall zu bevorzugen, da sie auch einen besseren Schutz beim Schwitzen bieten. Es gibt bei den meisten Sonnenschutz-Creme-Serien spezielle "Baby" - Sonnencremes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor. Es lohnt sich jedoch auch einen Blick auf die Ergebnisse von Stiftung Warentest zu werfen, da nicht unbedingt die teuersten Produkte auch die Testsieger sind – auch günstig lässt sich sicher und gut gegen Sonne schützen.

  • Zwischen 11 und 15 Uhr sollten sich Vorschul- und Schulkinder möglichst nicht in der Sonne aufhalten.


Wenn der Sonnenschutz nicht ausgereicht hat, oder trotz Vorsichtsmaßnahmen ein Sonnenbrand entstanden ist sind nachfolgende Ersthilfemaßnahmen empfehlenswert:

  • Legen sie dem Kind feuchte Umschläge bzw. Quarkumschläge zur Kühlung auf die entsprechenden Hautstellen. Dadurch können Schmerzen und Rötungen zurückgehen.

  • Auch Apresun-Lotionen können bei leichten Sonnenbränden oder Errötungen schmerzlindernd und kühlend wirken.

  • Das Kind sollte keiner weiteren Sonnenstrahlung mehr ausgesetzt werden.

  • Schwere Verbrennungen, verbunden mit Fieber, Schüttelfrost und/oder Blasenbildung bis hin zum Ablösen der Haut, müssen ärztlich behandelt werden.