Freitag, 5 November, 2021

Die beste Schlafenszeit für Kinder!

Einschlaftipps für Kinder und die beste Schlafenszeit!

Es ist allgemein bekannt, dass die Schlafqualität die Entwicklung von Kindern beeinflusst. Eltern fragen sich daher immer wieder: Wann und wie lange sollte mein Kind schlafen? Welche konkrete Schlafenszeit Kinder brauchen, hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Zum einen spielt natürlich das Alter eine Rolle: Je jünger das Kind, desto mehr Schlaf benötigt es. Zum anderen ist das Schlafbedürfnis bei Kindern ebenso individuell wie bei uns Erwachsenen. So benötigen einige Kinder eher viel und andere etwas weniger Schlaf. Auch kann der Zeitpunkt des Schlafens variieren. Brauchen manche Kinder noch bis ins Grundschulalter hinein ihren Mittagsschlaf, kann dieser für manch Zweijährigen bereits überflüssig sein.

Schlafen fördert die Entwicklung der Kinder

Kinder wachsen im Schlaf: Während der Tiefschlafphase wird das Wachstumshormon gebildet. Dieses sorgt im Kindesalter dafür, dass Organe und Körperteile wachsen. Um sich körperlich normal zu entwickeln, brauchen Kinder also möglichst viel Tiefschlaf.

Kinder lernen im Schlaf: Im Schlaf wiederholen Kinder das, was sie tagsüber gesehen, gehört, erlebt und gelernt haben. Sowohl neue Bewegungsabläufe wie Schwimmen oder Radfahren als auch neues Wissen werden im Schlaf immer wieder durchdacht. Ein gesunder Schlaf fördert somit die geistige Entwicklung von Kindern.

Schlaf macht gesund: Das menschliche Immunsystem arbeitet unaufhörlich, um uns vor Viren und Bakterien zu schützen. Während der Tiefschlafphase regeneriert sich das Immunsystem und bleibt so fit gegen Eindringlinge. Für ein stabiles Abwehrsystem brauchen Kinder ausreichenden und tiefen Schlaf.

Wie das Einschlafen gut gelingt

Damit Kinder gut schlafen können, sollten sie sich tagsüber ausreichend an der frischen Luft bewegt oder Sport getrieben haben. Zudem sollte ein Abstand von mindestens einer Stunde zwischen dem Zubettgehen und der Beschäftigung mit Schulaufgaben, Fernsehen oder Computer liegen. Auch Probleme und Sorgen sollten Kinder bereits vor dem Einschlafritual mit ihren Eltern besprechen können, damit sie diese nicht mit in die Nacht nehmen.

Mit dem Einläuten des Einschlafrituals stehen nur noch angenehme Dinge auf dem Programm. Ein gelüftetes Zimmer, ein bequemer Schlafanzug und das Lieblingskuscheltier sorgen für den Wohlfühlfaktor. Das Kind darf noch etwas lesen oder ruhige Musik hören. Und selbst das schon große Grundschulkind genießt es, wenn Mama oder Papa ihm noch ein Buch vorlesen. So wird die Einschlafzeit zur wertvollen Familienzeit.

LED-Nachtlicht für Kinder

Viele Kinder kommen besser zur Ruhe, wenn eine leise Einschlafmusik läuft oder ein angenehmes Nachtlicht schimmert und eine entspannte Stimmung verbreitet. LED-Nachtlichter sind da empfehlenswert. Diese gibt es ab 2 bis 155 Euro zu kaufen – in vielen Farben und Formen. Wenn sich Kinder beim Einschlafen wohl fühlen und ihre eigenen Rituale haben, kommen sie viel besser und schneller zur Ruhe und fühlen sich geborgen.

LED Nachtlichter für Kinder bringen die Kinder zur Ruhe
LED Nachtlichter für Kinder bringen die Kinder zur Ruhe / Foto: KayaMe

Wie viel Schlaf brauchen Kinder?

Die passende Schlafenszeit für Kinder zu finden, ist für viele Eltern nicht leicht. Einen Anhaltspunkt liefert der Blick auf die Schlafentwicklung. Während Säuglinge anfangs bis zu Dreiviertel der gesamten Tag- und Nachtzeit mit Schlafen verbringen, benötigen Kleinkinder mit etwa zwei Jahren durchschnittlich 12 Stunden Schlaf. Bis zum sechsten Lebensjahr sinkt der Schlafbedarf auf knapp 11 Stunden und bis zum neunten Lebensjahr auf 10 Stunden. Im Teenageralter sinkt die Schlafenszeit dann bis auf 8 Stunden im 16. Lebensjahr.

Doch nicht nur die Schlafenszeit der Kinder, sondern auch die einzelnen Schlafphasen ändern sich. So schlafen Neugeborene auf fünf bis sechs Schlafphasen verteilt. Haben sie sich an den Wechsel von Tag und Nacht gewöhnt, schlafen Einjährige meist in einer längeren Nachtphase und haben ein bis zwei kürzere Schlafphasen am Tag. Ab etwa 18 Monaten genügt den meisten Kindern tagsüber nur noch der Mittagsschlaf. Es bleibt jedoch zu beachten, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt. Jedes Kind ist individuell und hat seinen ganz eigenen Schlafbedarf, der von den allgemeinen Angaben abweichen kann.

Schlafenszeit Kinder Tabelle

Alter des KindesAufstehen um
6 Uhr
Aufstehen um
6.30 Uhr
Aufstehen um
7 Uhr
Aufstehen um
7.30 Uhr
3 Jahre18.30 Uhr18.45 Uhr19.00 Uhr19.15 Uhr
4 Jahre18.45 Uhr 19.00 Uhr1915 Uhr19.30 Uhr
5 Jahre18.45 Uhr19.15 Uhr19.30 Uhr19.45 Uhr
6 Jahre19.00 Uhr19.30 Uhr20.00 Uhr20.30 Uhr
7 Jahre19.15 Uhr19.30 Uhr20.15 Uhr20.45 Uhr
8 Jahre19.30 Uhr20.00 Uhr20.30 Uhr21.00 Uhr
9 Jahre19.30 Uhr20.15 Uhr20.45 Uhr21.15 Uhr
10 Jahre20.00 Uhr20.30 Uhr21.00 Uhr21.30 Uhr
11 Jahre20.15 Uhr20.45 Uhr21.15 Uhr21.45 Uhr
12 Jahre20.15 Uhr20.45 Uhr21.15 Uhr21.45 Uhr

Von Eulen und Lerchen

Ebenso wie Erwachsene lassen sich auch Kinder in Schlaftypen einteilen. Kinder, die morgens leicht aus dem Bett kommen und sofort putzmunter sind, abends jedoch früh müde werden, gehören zu den «Lerchen». Die sogenannten «Eulen» hingegen schlafen morgens gerne lang und gehen abends dafür lieber spät ins Bett. Eltern können die jeweilige Veranlagung ihres Kindes meist gut erkennen, wenn sie eine Zeit lang genau beobachten: Wer ist morgens zuerst wach? Wie hoch ist das Energielevel nach dem Aufstehen? Und wie leicht fällt es, abends zur Ruhe zu kommen? Wissen Eltern über das individuelle Schlafbedürfnis ihrer Sprösslinge Bescheid, können sie die Schlafenszeit ihrer Kinder entsprechend anpassen.

Erst in der Pubertät verschwimmen hier die Grenzen etwas. Denn in dieser Lebensphase verschiebt sich der natürliche Schlafrhythmus der Kinder biologisch bedingt nach hinten. Die meisten Jugendlichen gehen dann später ins Bett und würden – entgegen der regulären Schulzeiten – auch später aufstehen.

Auch Schlafen will gelernt sein

Kommt ein Baby auf die Welt, weiß es noch nichts über Tag und Nacht. Eltern können ihr Kind beim Erlernen des Tag-Nacht-Wechsels unterstützen, indem sie auf das abendliche Schlafbedürfnis eingehen. Denn nach etwa zwei Monaten schlafen die meisten Babys abends zur gleichen Zeit ein. Routinen beim Füttern, Baden und Schlafenlegen helfen Babys, ihren Schlafrhythmus zu festigen. Durch immer wiederkehrende, liebevolle Rituale vermitteln Eltern ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit. Das Baby lernt eine Regelmäßigkeit kennen und weiß, was am Abend zu erwarten ist.

Doch nicht alle Babys sind gleich. Daher brauchen Kinder Schlafenszeiten, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Um den richtigen Zeitpunkt fürs Schlafengehen nicht zu versäumen, sollten Eltern bei ihrem Baby auf Anzeichen von Müdigkeit achten. Gähnt es oder reibt sich die Augen, ist es Zeit fürs Bettchen. Wird der richtige Zeitpunkt verpasst, sind die Kleinen übermüdet oder überreizt und kommen nur schwer zur Ruhe.

Ein festes Einschlafritual für süße Träume

Bereits Babys schätzen verlässliche Routinen. Ein fester Ablauf vermittelt Sicherheit und gewöhnt das Kind an einen Tages- und Nachtrhythmus. Mithilfe eines Einschlafrituals lernt das Baby, dass es nun ruhiger wird und die Zeit für den Nachtschlaf gekommen ist. Die Umgebung des Babys wird ebenfalls ruhiger, alles lädt zum Schlafen ein: gedimmtes Licht, sanfte Worte, ein Gute-Nacht-Lied und zärtliche Streicheleinheiten.

Auch später im Kleinkindalter gilt: Endet der Tag mit angenehmen Dingen, schlafen Kinder zufrieden und schnell ein. Das kann zum Beispiel das Vorlesen eines Lieblingsbuches sein, während sich das Kind an Mama oder Papa kuschelt. Auch Hörspiele eignen sich wunderbar für einen ruhigen Ausklang des Tages. Manchmal fallen schon nach den ersten Sätzen die Augen zu.

«Ich will noch nicht ins Bett!»

Viele Eltern kennen diesen Satz. Häufig möchten Kinder abends nicht ins Bett gehen, obwohl sie müde sind. Sie wollen den Tag nicht zu Ende gehen lassen, noch mehr Zeit mit den Eltern verbringen oder haben einfach Angst, etwas zu verpassen. Eltern sollten mit ihrem Kind klare Regeln vereinbaren und diese liebevoll und konsequent einhalten. So können endlose Diskussionen oder gar Machtkämpfe vermieden werden. Klare Regeln vermitteln dem Kind gleichzeitig Sicherheit: Der Tag klingt zur gleichen Zeit und mit wiederkehrenden Ritualen aus.

Kindern deren Schlafenszeit nicht zu ihrem natürlichen Schlafbedürfnis passt, wird es jedoch trotz Einschlafritual schwerfallen, abends zur Ruhe zu kommen. Um Ein- oder Durchschlafprobleme langfristig zu vermeiden, sollten Eltern das Schlafverhalten ihres Kindes einmal genauer unter die Lupe nehmen. Dabei sollten auch die Ruhephasen während des Tages berücksichtigt werden. Um das nächtliche Ein- und Durchschlafen zu unterstützen, könnte gegebenenfalls der Mittagsschlaf reduziert werden.

Reizüberflutung und Monster im Schrank

Im Kleinkind- und Grundschulalter können vermehrt Einschlafprobleme auftreten. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen. Hat das Kind einen unruhigen Tagesablauf mit vielen Terminen und wenigen Erholungsphasen, kommt es schnell zu einer Reizüberflutung. Zusätzliche Eindrücke durch Fernsehen und Handyspiele lassen das Gehirn tagsüber auf Hochtouren laufen und abends nur schwer zur Ruhe kommen. Zudem können Kleinkinder Ängste entwickeln, da bei ihnen die Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit noch manchmal verschwimmt. Eltern sollten diesen Ängsten verständnisvoll begegnen und ihrem Kind klarmachen, dass es sicher ist. Doch nicht nur das vermeintliche Monster im Schrank, sondern auch positive Aufregung wie die Vorfreude auf den Geburtstag können das Kind am Einschlafen hindern.

Eltern sollten den Einschlafproblemen ihrer Kinder auf den Grund gehen und überprüfen, ob im Tagesablauf oder an bestimmten Gewohnheiten etwas geändert werden kann. Vertrauensvolle Gespräche und gemeinsame Erlebnisse stärken die Eltern-Kind-Beziehung. So fühlt sich das Kind geborgen und auftretende Probleme oder Ängste können gemeinsam gelöst werden.

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