Gehirnerschütterung: Symptome bei Baby & Kind

Gehirnerschütterung Symptome Kind
Hat ein Baby oder Kind eine Gehirnerschütterung, zeigen sich mehrere Symptome / Foto: LeManna Shutterstock.com

Wenn das Kind auf den Kopf stürzt ist der Schreck für die Eltern meist größer als die eigentliche Verletzung. Dennoch sollte man die Anzeichen einer Gehirnerschütterung kennen und ebenso schnell erkennen können, um im Ernstfall richtig zu handeln. Nicht immer zeigen sich bei einer Gehirnerschütterung Symptome direkt, sondern manchmal erst Stunden später. Die häufigste Kopfverletzung bei Kindern ist die Gehirnerschütterung und dabei auch vergleichsweise harmlos. Doch auch hier können sich ernste Verletzungen verstecken.

Eine Gehirnerschütterung entsteht meist durch einen stumpfen Schlag auf den Kopf, wie beispielsweise bei einem Sturz. Bei dieser Erschütterung, wird das Gehirn zwar meist irritiert oder erleidet eine Quetsch-Wunde, wird aber nicht ernsthaft verletzt oder verändert. Im Falle eine einfachen Gehirnerschütterung kommt es auch nicht zu Blutungen.

Gerade ein kindlicher Schädel kann dieses Trauma relativ gut verarbeiten, da hier die Schädelknochen noch nicht voll ausgehärtet und dadurch elastischer sind. So kann der Kopf des Kindes Stöße besser abfedern.

Symptome einer Gehirnerschütterung bei Babys und Kindern

Eine Gehirnerschütterung tritt in drei Schweregraden auf: es wird zwischen einer leichten, mittelschweren oder schweren Gehirnerschütterung unterschieden.

In jedem Fall gibt es jedoch einige Symptome, die auf eine Gehirnerschütterung hindeuten können. Durch den im Kopf entstehenden Druck treten meistens Übelkeit oder sogar Erbrechen auf. Auch starke Kopfschmerzen zählen zu den typischsten Symptomen. Darüber hinaus können noch folgende Symptome auftreten:

  • Bewusstlosigkeit
  • Erinnerungslücken
  • Lichtempfindlichkeit
  • Schwindel
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • verschiedene Weiten der Pupillen
  • irritierter Geruchs- und Geschmackssinn
Bei Babys oder Kleinkindern, die sich noch nicht mitteilen können, sollte man zusätzlich darauf achten, ob das Kind weinerlich bzw. sehr unruhig ist. Auch Schläfrigkeit und Teilnahmslosigkeit können Anzeichen sein.

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass eine Gehirnerschütterung sich nicht unbedingt durch starke oder viele Symptome äußern muss. Auch können die Symptome erst Stunden nach dem eigentlichen Unfall auftreten. Das Kind sollte daher besonders die ersten 24 Stunden intensiv beobachtet werden.

Kind zeigt Symptome einer Gehirnerschütterung: Wann sollte man zum Arzt?

Generell gilt: tritt eines der Symptome beim eigenen Kind auf oder ist das Kind irgendwie „anders“, sollte man sich nicht vor einem Besuch beim Kinderarzt oder Krankenhaus scheuen.

Wie bei vielen kindlichen Verletzungen ist auch hier Bewusstlosigkeit, egal wie kurz diese anhält, ein eindeutiges Alarmzeichen! Hier sollte man umgehend den Weg zum Krankenhaus antreten.

Der Arzt wird durch dort neurologische Untersuchungen schlimmere Verletzungen, wie beispielsweise innere Blutungen, ausschließen. Oft wird das Kind für eine Nacht dort behalten, damit es eingehend beobachtet werden kann. Ist die Symptomatik danach weiter unauffällig, darf das Kind nach Hause.

Nach der Erschütterung ist Ruhe wichtig

Selbst wenn sich die Gehirnerschütterung als harmlos entpuppt, ist es wichtig, dass das Kind sich nach der Verletzung schont. Mindestens die ersten zwei bis drei Tage sollte Anstrengung vermieden werden, eventuell kann sogar Bettruhe sinnvoll sein.

Starkes Sonnenlicht, Toben oder auch Fernsehen sind in der ersten Zeit nach Erschütterung tabu. Generell sollten äußere Reize möglichst vermieden werden.