Eizellspende als Ausweg aus dem unerfüllten Kinderwunsch

Eizellspende zur Erfüllung des Kinderwunsches bei Unfruchtbarkeit

Mutter, Vater und Kind im Bett
Für viele Paare ist ein erfüllter Kinderwunsch das Highlight der Beziehung, das das Glück erst vollkommen macht. / Foto: smpratt90 pixabay.com

Die Beziehung ist wunderschön, hält mittlerweile schon unzählige Jahre, in Kürze steht die Heirat an, doch mit dem Nachwuchs will es einfach nicht klappen? Vor diesem Problem stehen in Deutschland viele Paare, denn Schwangerschaft gibt es bekanntermaßen nicht auf Patentrezept.

Während es viele Auswege aus diesem Dilemma gibt, steht die Eizellspende als Lösung nur Frauen zur Verfügung, die tatsächlich unfruchtbar sind. Dies kann aufgrund von Krankheit der Fall sein oder etwa weil die Wechseljahre zu früh eingesetzt haben. Der Anteil derjenigen Frauen, die unfruchtbar sind, liegt bei ca. 30 bis 40 Prozent, also eine immense Zahl.

Trotzdem ist es so, dass die Eizellspende in Deutschland nach wie vor verboten ist, viele derartige Eingriffe also in anderen Ländern – beispielsweise in Österreich – durchgeführt werden. Die Erfolgsrate, schwanger durch Eizellenspende zu werden, beträgt immerhin ca. 60 Prozent.

Dabei ist das Verfahren interessant, denn eine fremde Frau stellt ihre gesunde Eizelle zur Verfügung, in die Spermien des Partners eingesetzt werden. Im Anschluss wird die Eizelle der Partnerin wieder eingesetzt.

Voraussetzungen für die Eizellspende bei der Spenderin und dem Paar

Die Spenderinnen für dieses Verfahren sind oft junge Frauen zwischen 18 und 30 Jahren. Viele kommen aus den östlichen Nachbarländern Deutschlands. Monetäre Gründe bewegen sie allerdings nicht zur Spende, denn in Österreich wird die Eizellspende nicht vergütet – stattdessen sind es private Erwägungen, anderen Paaren helfen zu wollen.

Möchte eine Frau ihre Eizelle an ein Paar spenden, so muss sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen:

  1. Sie muss aus medizinischer Sicht für die Spende in Frage kommen
  2. Sie muss auch auf persönlicher Ebene dafür geeignet sein

Ist beides gegeben, wird die Spenderin in einen Pool aufgenommen und informiert, wenn es ein entsprechendes Match zwischen Spenderin und Paar gibt. Die Spenderin muss dafür dem suchenden Paar vorgeschlagen werden, anschließend ist die Zustimmung des Paares erforderlich.

Unterschiede zur normalen In-vitro-Fertilisation sind nur gering

Frau zeichnet mit ihren Händen ein Herz auf ihren Bauch
Bei der Eizellspende ist die Erfolgsrate in einem vielversprechenden Bereich, sodass sich die Wartezeit von mehreren Monaten lohnt. / Foto: StockSnap pixabay.com

Die Wartezeit für die Eizellspende kann mitunter fast ein Jahr betragen – in den meisten Fällen sind es mindestens sechs Monate, weil es erheblich mehr Paare mit Bedarf als Spenderinnen gibt.

Als ebenfalls beliebtes Verfahren interessieren sich viele Paare auch für die In-vitro-Fertilisation und fragen sich, inwiefern beide Verfahren voneinander abgegrenzt werden. Im Wesentlichen gibt es zwischen beiden Vorgehensweisen keine relevanten Unterschiede, bis auf die beiden nachstehenden:

  1. Bei der Eizellspende werden die Eizellen vorher eingefroren
  2. Die Einsetzung der Eizellen erfolgt im Kryo-Zyklus der Empfängerin

Das Einfrieren trägt dazu bei, dass der Embryo genau dann eingesetzt werden kann, wenn bei der Empfängerin der optimalste Zeitpunkt vorherrscht. Das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeiten und macht den gesamten Prozess für beide Seiten komfortabler.

Noch besser sind die Erfolgsaussichten, wenn die Empfängerin psychisch stabil ist und die Schleimhaut der Gebärmutter in einem optimalen zustand ist.