Fehlgeburt: Du bist nicht allein!

Tabuthema Fehlgeburt: Es passiert öfter als sie denken!

Tabuthema Fehlgeburt: Es passiert öfter als sie denken
Tabuthema Fehlgeburt: Es passiert öfter als sie denken / Foto: Halfbottle Shutterstock.com

Das Wort Fehlgeburt verursacht wohl bei jeder schwangeren Gänsehaut und ein unbehagliches Gefühl. Doch dieses Thema ist leider keine Seltenheit, denn ca. 15% aller Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt. Und es ist meist so, dass die Frauen, denen dieses schreckliche Schicksal widerfährt, sich fürchterlich alleine fühlen. Sie machen sich selbst oder bestimmte Situationen für die Fehlgeburt verantwortlich und fallen oft in ein tiefes Loch. Wer in einer solchen Zeit keine Unterstützung vom Partner, der Familie oder Freunden hat, sollte sich dringend und ohne Bedenken Hilfe suchen.

Die Schuld liegt nicht bei Ihnen oder ihrem Umfeld!

Denn einfach alles in sich hineinzufressen und zu verdrängen ist keine Lösung. Für eine Fehlgeburt, besonders bis zur 13. Schwangerschaftswoche, kann man niemanden verantwortlich machen. Man sollte die Schuld nicht bei sich, bestimmten Situationen oder Personen suchen. Ja, die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt steigt mit dem Alter, doch das ist kein Grund, um auf ein Baby zu verzichten. Eine Fehlgeburt ist ein spontaner Schwangerschaftsabbruch der ganz allein vom Körper bestimmt wird. Oft stecken eine Fehlentwicklung des Ungeborenen oder schwere Behinderungen dahinter. Die meisten Fehlgeburten passieren bis zur 13. Schwangerschaftswoche und gerade deswegen sind viele Schwangere in den ersten 12 Wochen besonders vorsichtig. Doch kann man eine Fehlgeburt verhindern? Nein! Es gibt sicherlich Fehlgeburten, die auf Fremdeinwirkungen zurückzuführen sind (schwere Unfälle und Stürze), doch in den meisten Fällen ist die Fehlgeburt eine Abwehrreaktion des eigenen Körpers.

Man kann sich nicht schützen!

Man kann sich somit leider nicht vor einer Fehlgeburt schützen. Doch kann man sich regelmäßig untersuchen lassen und bei allen Fragen, Ängsten und Sorgen während der Schwangerschaft eine Hebamme zur Rate ziehen oder ebenfalls den Frauenarzt aufsuchen. Vorsorge und intensive Beratung während der Schwangerschaft sind da A und O und können mögliche Komplikationen vorbeugen oder verhindern.