Freitag, 12 Juli, 2024

Ist eine Babymassage sinnvoll?

Das Baby massieren: Deswegen kann sich die Babymassage lohnen!

Eine liebevolle Beziehung zum Nachwuchs aufbauen: Der Moment, in dem das eigene Baby das Licht der Welt erblickt, ist unvergleichbar. Von Beginn an besteht eine unverwechselbare emotionale Verbindung zwischen der Mutter und dem Kind. Diese Verbindung lässt sich zusätzlich durch Berührungen stärken. 

Bei einer Babymassage streichelt die Mutter oder Vater das Kind behutsam, übt sich in dem achtsamen Umgang mit dem Nachwuchs und schult das Bewusstsein für die Bedürfnisse des Babys. Doch was versteht man unter einer Babymassage und was bringt diese? Wann sollten Eltern mit den Streicheleinheiten beginnen und wie gehen Mütter und Väter am besten vor? Dieser Artikel liefert Antworten! 

 Was ist eine Babymassage?

Neugeborene sehen noch nicht gut. Eine Verbindung zur Außenwelt stellen sie über Berührungen her. Insbesondere nach der Geburt empfängt das Kind Reize wie Temperaturunterschiede von außen, die völlig neu sind. Intensiv nimmt das Baby diese Empfindungen wahr und verschafft sich einen ersten Eindruck seiner Umgebung und seines Körpers. 

In einer Welt, in der alle Eindrücke ungewohnt sind, sehnt sich das Baby nach Schutz und Geborgenheit. Die Eltern schenken diesem deswegen besonders viel Aufmerksamkeit, kuscheln und sprechen mit den Neugeborenen und signalisieren, dass das Kind nicht alleine ist. Durch sanfte Massagegriffe im Zuge der Babymassage verstärken sie dieses Gefühl, stimulieren die Herzfunktion und die Atmung des Kindes und lindern Beschwerden wie Blähungen. 

Mit einem festen Abendritual wie einer Babymassage helfen sie ihrem Baby selbst an aufregenden Tagen mit vielen neuen Eindrücken dabei, zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Es lernt, auf Berührungen zu reagieren und schult seine Feinfühligkeit. 

Die Berührungen stärken die Bindung zwischen den Eltern und dem Kind und regen die Oxytocinausschüttung an. Insbesondere bei der Leboyer Babymassage, benannt nach dem Geburtshelfer Dr. Frédérick Leboyer, wenden die Eltern professionelle Massagegriffe an, um eine tiefe Verbundenheit durch Berührungen zu erschaffen. 

Was bringt eine Babymassage?

  • Berührungen schaffen Vertrauen. 
  • Die Babymassage kann die Entwicklung der Motorik und der Nervenzellen unterstützen. 
  • Die Massage wirkt durchblutungsfördernd. 
  • Durch die Streicheleinheiten lernt das Kind seinen Körper kennen. 
  • Bei Blähungen kann die Massage Linderung verschaffen. 
  • Die Massagegriffe beruhigen das Kind. 
  • Die Babymassage unterstützt die emotionale Bindung des Kindes zur Mutter oder zum Vater. 
  • Durch die Massage lernen die Eltern, die Reaktionen des Babys einzuschätzen. 

Wann beginnt man mit der Babymassage?

Eltern können ihre Babys in der Regel direkt ab der Geburt massieren. Da die Neugeborenen besonders empfindlich auf Berührungen reagieren und neue Eindrücke sammeln, achten Mütter und Väter auf eine ruhige, entspannte Atmosphäre und gehen behutsam vor. 

Wichtig ist, dass die Babys nicht komplett ausgezogen werden. Auch Babys im ersten Lebensjahr sollten nur dann entblößt werden, wenn die Raumtemperatur hoch ausfällt und über 24 Grad Celsius beträgt. Andernfalls kühlen die Kleinen aus. 

Ein Tipp: Eltern können sich langsam an die Babymassagen heranwagen und mit kleinen Streicheleinheiten beginnen. So gewöhnen sich beide an die Berührungen. Nach und nach können professionelle Grifftechniken eingebaut werden. Anleitungen finden Interessierte im Internet. Darüber hinaus können diese sich bei ihrer Hebamme informieren und hilfreiche Tipps aus erster Hand einholen. 

Der richtige Zeitpunkt für die Babymassage

Frischgebackene Eltern wünschen ihrem Baby nur das Beste. Deswegen neigen sie dazu, sich viele Sorgen zu machen und sehr behutsam mit ihrem Neugeborenen umzugehen. Bei der ersten Massage stehen sie vor der Herausforderung, die Bedürfnisse des Babys korrekt einzuschätzen. So steht die Befürchtung im Raum, das Neugeborene zu verletzen. 

Mit einigen wenigen Tricks gelingt es jedoch spielend leicht, die Babymassage korrekt und schonend durchzuführen. Das Baby reagiert außerdem konsequent auf die Berührungen. Mütter und Väter können also zum einen auf ihre Intuition achten und zum anderen ihr Baby genau beobachten. Denn das Neugeborene wird schnell zeigen, welche Berührungen es mag. 

Von Bedeutung ist, dass die Massageanwendung liebevoll und rücksichtsvoll erfolgt und nicht zu viel Druck ausgeübt wird. Häufig erweist es sich als ratsam, die Massage nach dem Baden des Babys durchzuführen. Am besten nehmen Eltern in einem ruhigen und warmen Raum Platz. So kann sich das Baby optimal entspannen und friert nicht. 

Dann greifen die Eltern zu einem Babyöl, das auf die Hautbedürfnisse von Babys abgestimmt ist. Sie erwärmen das Öl in den eigenen Händen. Dann legen sie das Baby auf den Rücken und massieren eine Körperstelle wie die Hände sanft und behutsam mit kreisenden Bewegungen. So regen Eltern die Durchblutung des Babys an und drücken ihre Liebe aus. 

Alternativ können Väter oder Mütter das Baby nach dem Wickeln massieren. Hier liegt das Neugeborene bereits auf dem Rücken. Hier kann zum Beispiel eine sanfte Bauchmassage die Verdauung anregen und Blähungen entgegenwirken. 

In welche Richtung Babys Bauch massieren?

Bei der Bauchmassage liegt das Baby auf dem Rücken. Die Eltern massieren den Bauch in kreisenden Bewegungen. Wichtig ist, dass diese im Uhrzeigersinn erfolgen und ein sanfter Druck ausgeübt wird. Bereitet ein Blähbauch Unbehagen, fahren Mütter oder Väter mit den Händen vorsichtig vom Nabel bis zu den Beinen. So geht die überschüssige Luft ab. 

Baby Bauchmassage
Baby Bauchmassage Anleitung

Kann man bei der Babymassage was falsch machen?

Mütter und Väter verfügen über eine beneidenswerte Intuition und können die Bedürfnisse ihres Kindes häufig besser einschätzen als sie vermuten. Solange diese bei der Babymassage wenig Druck ausüben und vorsichtig vorgehen, kann nichts schieflaufen. Außerdem neigen Babys dazu, ihren Bezugspersonen schnell zu signalisieren, welche Berührungen Unbehagen auslösen und welche Streicheleinheiten gemocht werden. 

Eltern sollten sich etwas Zeit geben und die Reaktionen ihres Kindes ganz genau beobachten. Mit der Zeit wird die Babymassage zu einem entspannenden Ritual.

Babymassage stärkt die Bindung und schafft Vertrauen 

Liebe, Geborgenheit und Rücksicht. Auf diesen Grundsäulen fußt die Verbindung zwischen Mutter und Kind sowie Vater und Kind. Wer zum ersten Mal entbindet, macht sich viele Sorgen über den Umgang mit dem Baby. Schließlich möchten weder frischgebackene Mütter noch Väter Fehler begehen und wünschen ihrem Nachwuchs das Beste. Dabei verfügen diese über eine gute Intuition und machen häufig aus einem Bauchgefühl heraus alles richtig. 

Um die Bindung zu stärken, kann es sich lohnen, das Baby regelmäßig zu massieren. So lernt der Nachwuchs seinen Körper kennen und baut Vertrauen auf. Dabei gehen Eltern behutsam vor und streicheln sanft über die weiche Babyhaut. 

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