Dienstag, 20 April, 2021
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Gesundheit & Vorsorge

Gravidogramm

Auf Seite 7 und 8 des Mutterpasses werden bei jeder Vorsorgeuntersuchungen die Ergebnisse der Untersuchung dokumentiert. Festgehalten werden u.a.:

Anamnese

Meistens bei der ersten Vorsorgeuntersuchung befragt Sie Ihr Arzt zu Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte. Die Ergebnisse der Befragung (Anamnese) werden auf den Seiten 5 und 6 Ihres Mutterpasses festgehalten. Die Anamnese dient dazu festzustellen, ob es sich um eine sogenannte Risikoschwangerschaft handelt. Wenn nur eine der aufgeführten Fragen mit "ja" beantwortet wird, liegt aus ärztlicher Sicht eine Risikoschwangerschaft vor. Das heißt nicht, daß man sich Sorgen machen muß, sondern nur daß die Schwangerschaft besonders sorgfältig betreut und beobachtet wird.

Frühere Schwangerschaften

Auf Seite 4 im Mutterpaß wird der jeweilige Ausgang einer vorangegangenen Schwangerschaft vermerkt.

Serologische Untersuchungen

Auf den Seiten zwei und drei des Mutterpasses finden sich die Ergebnisse der sogenannten serologischen Untersuchungen aus dem Blut der Mutter. Serum nennt man das Blut ohne die festen Bestandteile.

Dopplersonographie

Die Doppler- bzw. Duplex-Sonografie ist eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, mit der die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (Arterien und Venen) gemessen wird. So lassen sich Gefäßverengungen aufdecken.

Mit diesem Ultraschallverfahren kann man die Blutversorgung des Fötus untersuchen. Der Dopplerultraschall macht den Blutfluß von den Gefäßen der Mutter zur Plazenta und im Körper des Föten sichtbar. Aufgrund der Blutmenge und der Fließgeschwindigkeit kann man feststellen, ob das Kind ausreichend versorgt wird.

Der Fehlbildungsultraschall

Der Fehlbildungsultraschall wird ca. in der 20. SSW durchgeführt. Bei einer ausführlichen Ultraschalluntersuchung werden die inneren Organe kontrolliert, um Fehlbildungen auszuschließen. Die Untersuchung wird häufig mit einem sehr genauen Ultraschallgerät in einer Spezialpraxis ausgeführt, manchmal auch mit einem Standardgerät. Entscheidend für das Untersuchungsergebnis ist auch die Erfahrung des Arztes.

Chorionzottenbiopsie

Bei dieser Untersuchung lassen sich Chromosomenanomalien, einige Enzymdefekte, Blutkrankheiten und das Geschlecht des Kind feststellen. Der Chorion (Zottenhaut) bildet die äußere Fruchthülle des Embryos. Aus der Zottenhaut und der Gebärmutterschleimhaut wird die spätere Plazenta aufgebaut. Die Zotten bedecken ab der 6. Schwangerschaftswoche die Eihaut und verschwinden bis zur 14.Woche. Die Untersuchung wird etwa in der 12. SSW durchgeführt.

Tripletest

Der Triple-Test wird zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Aus der Blutprobe werden drei vom Feten gebildete Hormone (AFP,HCG,Östriol) bestimmt. Mit diesem und weiteren Berechnungsfaktoren wie die SSW und das Alter der Mutter wird eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit getroffen, daß das Kind krank ist. Diese Untersuchung bringt keinerlei Risiko für das Kind.

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