Familie und Beruf

Heutzutage entscheiden sich die meisten Frauen dafür, nach der Mutterzeit wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. Karriere und Kind zu verbinden ist nicht immer leicht. Moderne Kindertagestätten sind daher so ausgelegt, dass sie junge Familien optimal dabei unterstützen, alles unter einen Hut zu bringen. Trotzdem bleibt die Entscheidung, sein Kind mehrmals die Woche für viele Stunden in die Obhut anderer zu geben, sehr emotional und stellt für viele Eltern eine große Herausforderung dar.

Anfänglich sind die Wolken lila und der Himmel hängt voller Geigen - man ist verliebt und möchte sich nie wieder trennen. Die Worte sprudeln aus einem heraus - hat man sich gerade voneinander verabschiedet, telefoniert man auch schon; der Gesprächsstoff scheint nie auszugehen...

 

Mütter, die unmittelbar nach dem Mutterschutz ihre Arbeit wieder aufnehmen, kehren in der Regel auf ihren alten Arbeitsplatz zurück und sind mit ihren Aufgaben noch bestens vertraut. Dennoch hat sich mit der Geburt eines Babys in der Familie einiges verändert und nichts ist mehr, wie es vorher war. Ein Wiedereinstieg in das Berufsleben sollte daher frühzeitig geplant und vorbereitet werden.

Das Elterngeld bleibt eine wichtige Unterstützung für Familien nach der Geburt eines Kindes. Das Elterngeld fängt einen Einkommenswegfall nach der Geburt des Kindes auf. Für die Mehrheit der Elterngeldberechtigten ändert sich nichts.Das Elterngeld wird an Väter und Mütter für maximal 14 Monate gezahlt; beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen.

Quelle: all-about-family.deDie Elternzeit kann bis zu drei Jahren von beiden Elternteilen in Anspruch genommen werden. Die Eltern können sich in der Elternzeit abwechseln oder diese auch gemeinsam nehmen (sie ist jedoch auf maximal drei Jahre für jedes Kind begrenzt). Die Mutterschutzfrist der Mutter wird auf die drei Jahre angerechnet. Falls die Elternzeit nicht in den ersten drei Jahren voll ausgeschöpft wurde, kann die restliche Zeit bis zum 8. Lebensjahr genommen werden.

Wenn die Mutter nach der Mutterschutzfrist bzw. die Väter nach der Geburt beabsichtigen Elternzeit zu nehmen, müssen sie spätestens sechs Wochen vorher den Arbeitgeber davon in Kenntnis setzen. Bei späterem Beginn der Elternzeit sollte die in Kenntnisnahme acht Wochen betragen. Dabei sollte die elternzeitnehmende Person auch mitteilen, wie lange die Elternzeit innerhalb der ersten zwei Jahre des Kindes genommen wird. Das dritte Jahr kann zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. 

 

Elternzeit kann für die Betreuung des eigenen Kindes, des Kindes vom Lebenspartner, einem adoptiertem Kind oder im  Härtefall eines Enkels, Bruders, Schwester, eines Neffen oder einer Nichte in Anspruch genommen werden. Anspruch auf Elternzeit ist gegeben, wenn das Kind im selben Haushalt lebt, die Arbeitszeit nicht mehr als 30 Wochenstunden (wenn beide Elternteile Elternzeit in Anspruch nehmen nicht mehr als 60 Wochenstunden) beträgt und das Kind überwiegend von Ihnen selbst betreut wird.

 

Quelle: all-about-family.deWährend der Elternzeit darf der Arbeitnehmer nicht gekündigt werden, da ein Kündigungsschutz besteht. Nach der Elternzeit habt Ihr Anspruch auf Eurem alten Arbeitsplatz oder eine vergleichbare Stelle. 

Als guten Ratschlag können wir Euch auf den Weg geben, schon während der Schwangerschaft zu überlegen, wann und in welcher Form (Teilzeit, Telearbeit etc.) Ihr wieder in die Berufswelt „einsteigen“ wollt. In der Elternzeit empfiehlt es sich Kontakt zur alten Arbeitsstelle zu halten, um den Anschluss zum Team nicht zu verlieren und mit dem Berufsbild weiter vertraut zu bleiben.

Kranken- und Pflegeversicherung
Wird ein Arbeitsverhältnis z.B. wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Elternzeit unterbrochen, bleibt die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bestehen (§ 192 SGB), ohne das Beiträge zu leisten sind. Beitragsfrei für die Dauer der Elternzeit sind Pflichtmitglieder, die außer dem Erziehungsgeld keine weiteren beitragspflichtigen Einnahmen haben. Freiwillig versicherte Mitglieder müssen grundsätzlich Beiträge bezahlen, gegebenenfalls den Mindestbeitrag.

Privat Versicherte, die während der Elternzeit Teilzeit arbeiten und mit ihrem Einkommen deshalb unter die Versicherungspflichtgrenze fallen (und damit versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung werden), können sich auf Wunsch von der Versicherungspflicht befreien lassen, um weiterhin in der privaten Krankenversicherung zu verbleiben. Hierzu ist ein schriftlicher, formloser Antrag bei einer gesetzlichen Krankenkasse (freie Wahl) erforderlich.

Versicherungspflichtige Frauen bleiben während der gesamten Dauer einer Schwangerschaft Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse – selbst dann, wenn der Arbeitgeber das Beschäftigungsverhältnis rechtmäßig auflöst. Wenn während der Elternzeit ein Elternteil sein Beschäftigungsverhältnis vorübergehend unterbricht und kein Arbeitseinkommen erzielt, bleibt der Krankenversicherungsschutz bei Pflichtversicherten beitragsfrei erhalten. Bei Teilzeitarbeit werden allerdings Krankenkassenbeiträge fällig.

Für die Pflegeversicherung besteht keine Versicherungspflicht, wenn auch keine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse besteht. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn geringfügig bzw. kurzfristig Beschäftigte freiwillig in der gesetzlichen Kasse versichert sind. Wer als Familienversichert gilt, ist auch in der Pflegeversicherung als Familienmitglied beitragsfrei mitversichert. Teilzeitbeschäftigte, die über der Geringfügigkeitsgrenzen liegen, sind in der sozialen Pflegeversicherung versicherungspflichtig.

Nähere Auskünfte erhaltet Ihr bei Eurer zuständigen Krankenkasse.


Haushaltshilfen – wer hat wann einen Anspruch auf diese Leistungen?
Wenn wegen einer akuten Erkrankung die Haushaltsführung nicht mehr alleine zu bewerkstelligen ist, werden von den gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Haushaltshilfe übernommen. Allerdings nur, wenn auch der Lebenspartner nicht in der Lage ist (gesundheitlich oder beruflich), sich um den Haushalt bzw. die Kinder zu kümmern. Die Kinder dürfen das zwölfte Lebensjahr nicht überschreiten und die Notwendigkeit einer Haushaltshilfe muss durch ein ärztliches Attest bescheinigt werden. Sollte eine Krankenkasse keine Haushaltshilfe anbieten können, bzw. Verwandte oder Bekannte diesen Posten übernehmen, können diese Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Damit es zu keinen bösen Überraschungen kommt, ist es ratsam mit der Krankenkasse Eventualitäten im Voraus zu besprechen.

Eine weitere Alternative ist die Bundeszentrale Notmütterdienst Familien- und Altenpflege e. V. Diese gemeinnützige Organisation bietet Rund-um-die-Uhr-Betreuung in ganz Deutschland. Welche Gebühren zu zahlen sind, erfahren Sie direkt unter:

http://www.nmd-ev.de

Nord- & Ostdeutschland
Notmütterdienst Familien- und Seniorenhilfe e.V.
Uhlenhorster Weg 47
D-22085 Hamburg
Tel.: 0 40 / 2269 1510
Fax: 0 40 / 2269 1514
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Mittel- und Süddeutschland
Notmütterdienst Familien- und Altenhilfe e.V.
Lurgiallee 6-8
D-60439 Frankfurt
Tel.: 0 69 / 9510 33-0
Fax: 0 69 / 9510 33-77
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Rentenversicherung
Seit 1992 gilt in allen deutschen Bundesländern das gleiche gesetzliche Rentensystem. Alle Voll- und Teilzeitarbeitnehmer, deren monatliches Entgelt und wöchentliche Arbeitszeiten über der Geringfügigkeitsgrenze liegen, sind rentenversicherungspflichtig. Versicherungsfrei sind hingegen kurzfristig Beschäftigte und Selbständige.

Gesetzlichen Rentenanspruch haben nur die Versicherten. Die individuelle Rentenhöhe ist neben der Höhe des monatlichen Beitrags auch noch davon abhängig: Für die Zeit der Kindererziehung oder Pflege der Eltern wird ein RV-Beitrag von 75% des regulären Durchschnittbeitrags gesichert. Die Erziehungszeit wird der Person angerechnet, die das Kind betreut/erzogen hat. In der Regel also demjenigen, der Elternzeit in Anspruch nimmt. Soll dem Vater die Erziehungszeit zugeordnet werden, müssen die Eltern dies dem zuständigen Rentenversicherungsträger gegenüber erklären. Ein Wechsel der Zuordnung unter den Eltern ist möglich. Nehmen beide Eltern gleichzeitig Elternzeit in Anspruch, kann die Erziehungszeit nur einem Elternteil zugeordnet werden! Sinnvoll ist es, diese Zeiten vom jeweiligen Rentenversicherungsträger bestätigen zu lassen.

Bei Teilzeitbeschäftigten besteht durch die geringe Einzahlung der Rentenversicherung besonders die Gefahr einer Versorgungslücke im Alter. Selbst bei Vollzeittätigen wird zu einer privaten Altersvorsorge geraten. Deshalb ist es insbesondere für Teilzeitkräfte anzuraten, eine private Vorsorge zu überdenken. Hierbei sind Versicherungen, Banken und Bausparkassen die richtigen Ansprechpartner.

Für weitere Fragen kontaktiert Ihr am Besten Eure Rentenversicherungsträger.

Stillen und Beruf
Hinsichtlich der Ernährung hat ein Umdenken stattgefunden: Der Trend geht zu möglichst natürlichen Ernährungsmethoden für Babys und Kleinkinder. Die Empfehlung der Weltgesundheitsbehörde (WHO) lautet, sechs Monate ausschließlich zu stillen.
 
 
Rückkehr in den Beruf trotz Stillen
Für viele Mütter bedeutet Stillen eine (vorübergehende) berufliche Auszeit. Häufig ist die Angst bzw. Ungewissheit, wie sich das Stillen mit dem Arbeiten verbinden lässt und wie die Kollegen bzw. Gesellschaft dazu stehen, zu groß.

Dabei lassen sich Stillen und Berufstätigkeit sehr gut miteinander verbinden! Doch Vorurteile und Fehlinformationen verursachen, dass viele berufstätige Mütter nur kurze Stillzeiten schaffen bzw. nach dem abgelaufenen Mutterschutz auf Flasche umstellen.

Typische Vorurteile sind z.B. folgende:

  • Bei Aufregung bleibt die Milch weg

  • Frauen brauchen zum Stillen viel Ruhe

  • Stillende Mütter sind unkonzentriert

  • Stillen und Beruf passen nicht zusammen

  • Kinder können nicht mit Flasche und Brust gleichzeitig ernährt werden

  • Arbeitgeber ermöglichen das Abpumpen einer stillenden Mitarbeiterin nicht


Doch diese Vorurteile kann man mit einer positiven Einstellung zum Stillen in den Wind blasen. Frauen, die nach kurzer Pause wieder in den Beruf zurückkehren, sind wesentlich lukrativer, als eine Aushilfe, die erst eingearbeitet werden muss. Da nimmt der Arbeitgeber in der Regel auch Stillpausen schweigend hin.

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) regelt auch die Rahmenbedingungen stillender Mütter am Arbeitsplatz. Als Arbeitnehmerin hast Du in folgenden Bereichen Schutzansprüche:

  • Es müssen die gleichen Bedingungen bezüglich des Arbeitsplatzes eingehalten werden, wie bei schwangeren Mitarbeiterinnen. Dies bezieht sich auf das Vermeiden von möglicherweise gesundheitsschädlichen schweren Arbeiten sowie für die Gewährung von Sitzmöglichkeiten bei vorwiegend stehenden Arbeitssituationen bzw. umgekehrt für das vermehrte Aufstehen bei eher sitzenden Tätigkeiten.

  • Die Arbeitszeit darf bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Auch hier gilt dieselbe Regelung wie für Schwangere. Nachtarbeit, Wochenendarbeit, Mehrarbeit von mehr als 8,5 Stunden täglich sind nicht gestattet.

  • Es gilt der Anspruch auf Stillzeiten, während denen die Stillende freigestellt ist (ohne diese Zeit nacharbeiten zu müssen). Dies sind mindestens zweimal 30min am Tag. Die Stillzeiten können auch an den Anfang oder das Ende der Arbeitszeit gelegt werden.

Im Zweifelsfällen wendet Euch am Besten an den Betriebsarzt, die Sicherheitsfachkraft oder das zuständige Gewerbeaufsichtsamt.

Die meisten stillenden Berufstätigen gehen folgendermaßen vor: Das Baby wird morgens und abends bzw. nachts gestillt. Während des Tages pumpt die Frau in der Arbeit in bestimmten Zeitabständen ihre Muttermilch ab und hält sie in Kühlbox oder Kühlschrank frisch. Diese tagsüber gewonnene Milch wird dann zu Hause eingefroren oder innerhalb der nächsten drei Tage von den Betreuungspersonen an das Baby verfüttert.

Berufsrückkehrerinnen oder Berufsrückkehrer sind Frauen und Männer, die ihre Erwerbstätigkeit wegen der Betreuung und Erziehung von aufsichtsbedürftigen Kindern oder der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterbrochen haben und nach einer bestimmten Zeit wieder (spätestens 1 Jahr nach Ende der Betreuungs- bzw. Erziehungszeit) in die Erwerbstätigkeit zurückkehren wollen.

Als Erwerbstätigkeit bzw. berufliche Tätigkeit gelten:

  • sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

  • selbständige Tätigkeit

  • betriebliche Ausbildung

  • Arbeitslosigkeit

 

Der Wiedereinstieg sollte genau geplant sein, denn zumeist ist dieser mit grundlegenden Änderungen im privaten Bereich verbunden. Mit einer Doppelbelastung Haushalt & Kind sowie Job bleiben manche Tätigkeiten auf der Strecke, bzw. werden nicht mehr zu 100% erfüllt. Angesichts dieser und weiterer Herausforderungen brechen viele Mütter, bzw. Väter die Rückkehr in den Beruf ab.

Doch steht dem Gegenüber die Freude bei der Arbeit. Viele Mütter/Väter schätzen es sehr, nach der Elternzeit wieder beruflich tätig zu sein. Dort genießen sie den Austausch unter Kollegen, ihren Einsatz für die Firma und den allgemeinen Ortswechsel.
 
Bedingt durch Internet und E-Mail ist es für Frauen heutzutage einfacher "am Ball zu bleiben" und sich über den aktuellen Arbeitsmarkt zu informieren. Dies erfordert zwar Zeit, die insbesondere bei Müttern zumeist knapp bemessen ist, sollte jedoch jedem zukünftigen Wiedereinsteiger wert sein. Strukturierung des Tagesablaufs und Einforderung von Unterstützung durch die übrigen Familienmitglieder ermöglichen Entlastung bei den täglichen Haushalts-Pflichten. Viele Aufgaben können delegiert werden.

Besonders zu empfehlen ist die Kontakthaltung zum Arbeitgeber bzw. den ehemaligen Kollegen. So wird man über Neuerungen informiert und zeigt weiterhin Interesse am Beruf. Dies trägt entscheidend zu einer positiven Wiedereingliederung bei.

Wenn das Unternehmen nicht mehr existiert – oder der erlernte Beruf nicht das ist, womit sich der Berufsrückkehrer beschäftigen möchte, so gibt es mittlerweile vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung, wie z.B. Fernstudium, Volkshochschule und Abendakademie. Aber auch Kurse, die von dem örtlichen Arbeitsamt angeboten werden, gehören dazu.

In bestimmten Fällen gibt es dafür Zuschüsse, so dass bei Teilnahme an solchen Weiterbildungen keine zusätzlichen finanziellen Belastungen entstehen. Die meisten Arbeitsämter bieten einen speziellen Informations- und Beratungsservice für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer an. Weitere Informationen bietet die Bundesagentur für Arbeit zu Themen wie:

  • Frau und Beruf

  • Checkliste zum Beratungsgespräch

  • Faltblatt zur Berufsrückkehr

  • 10 Tipps für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer

  • Merkblatt 18 "Familie und Frau im Arbeitsförderungsrecht"

  • Strategien zur Jobsuche

 

 

Während der Elternzeit darf der Arbeitnehmer nicht gekündigt werden. Kündigungsschutz besteht auch, wenn Ihr während der Elternzeit Teilzeitarbeit leistet oder ohne Elternzeit in Anspruch zu nehmen bei Eurem Arbeitgeber Teilzeit arbeitet.

Auch wenn man während der Probezeit schwanger wird, besteht Kündigungsschutz. Dafür gibt es allerdings eine Ausnahme: Bei einer Vereinbarung der Probezeit auf z.B. drei Monate ohne ein Dauerarbeitsverhältnis festzulegen (sog. Endbefristete Arbeitsverhältnisse) besteht kein Kündigungsschutz.

Falls Euch Euer Arbeitgeber kündigt, ohne von der Schwangerschaft zu wissen, wird die Kündigung nachträglich unwirksam, wenn innerhalb von zwei Wochen die Schwangerschaftsbescheinigung vorliegt.

Nach Ablauf der Elternzeit muss der Arbeitgeber die normale Kündigungsfrist einhalten - vorausgesetzt, dass er überhaupt einen wirksamen Kündigungsgrund hat. Es ist deshalb nicht zu empfehlen, sich mit dem Arbeitgeber auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Ablauf der Elternzeit einzulassen. Falls Ihr nach Ende der Elternzeit das Arbeitsverhältnis beenden wollt, müsst Ihr eine Frist von in der Regel drei Monaten (siehe Arbeitsvertrag) einhalten.

 

Zwei Wochen nach der Geburt solltet Ihr Eurem Arbeitgeber die Länge der in Anspruch nehmenden Elternzeit mitteilen.

Nach der Geburt (wenn der erste Stress vorbei ist) könntet Ihr das Baby den „alten Kollegen“ vorstellen. Die weiteren Besuche in Eurer alten Arbeitsstelle solltet Ihr nicht ausschließlich nutzen, um Kaffee zu trinken und über private Dinge zu sprechen. Fragt immer mal wieder nach den Neuesten Infos bzw. beruflichen Veränderungen etc. nach, um auf den neuesten Stand zu bleiben. Vielleicht könnt Ihr auch vor Ort schriftliche Neuerungen mitnehmen!?

Ein Großteil der Mütter startet den Wiedereinstieg vorerst in Teilzeit. Hierfür gibt es neben der klassischen vormittags - halbtags Arbeitszeit verschiedene Arbeitzeitmodelle, natürlich abhängig von der Firma und ihren Möglichkeiten:
 

Wie für fast alles, gibt es auch Befürworter und Gegner der Teilzeitarbeit. Nachfolgend werden Vor- und Nachteile der Teilzeitarbeit aufgezählt. Entscheiden muss jedoch jeder für sich selbst, was in der jeweiligen Situation das Beste ist.

In der Elternzeit ist eine Teilzeitbeschäftigung bis zu 30 Stunden wöchentlich beim bisherigen Arbeitgeber zulässig. Wenn Ihr Euch überlegt, eine Teilzeitbeschäftigung auszuüben, wäre es ratsam, Euch von der Erziehungsgeldstelle wegen möglicher Auswirkung des Einkommens auf die Höhe des Erziehungsgeldes, beraten zu lassen.